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In Neuweier öffnet Restaurant „Goldenes Loch”

Schloss Neuweier legt einen Neustart hin

Das Schloss Neuweier wagt einen Neuanfang. Nach Schönheitsreparaturen präsentieren Joachim Altvater und die Besitzerfamilie ein umfassendes Konzept und das Restaurant „Goldenes Loch”.

Schloss-Neuweier Foto: Bernhard Margull

Das Rebland ist mit seinem urtümlichen Charakter ein Ausgleich für das mondäne Baden-Baden. „Wir vereinen hier Lifestyle mit Natur und Einfachheit“, bringt es Robert Schätzle vom Weingut Schloss Neuweier auf den Punkt. Und in diesem Sinne ging am Samstag mit dem Restaurant „Goldenes Loch” die Gastronomie im Neuweirer Schloss an den Start.

„Es ist die Verbindung von schlichter Eleganz und einer Küche mit hochwertigen Produkten mit regionalem Charakter“, lautet das Konzept von Joachim Altvater, der damit die Geschicke von Gastronomie, dem Hotel und künftige Events verknüpfen möchte.

„Wir sind sehr zuversichtlich,denn diese bodenständige Kombination kommt uns sehr entgegen“, sagt Eugenie Schätzle. Sie stamme aus einem Rebveredelungs-Betrieb. „Wir waren zwei Mädle. Und wenn wir nach Hause kamen war es selbstverständlich, dass wir den Schurz angezogen und mitgeholfen haben“, spielt sie auf ihre Rolle in Neuweier an: „Ich bin hier glaube ich irgendwie überall aktiv.“

Joachim Altvater, Manager der wiederbelebten gastronomischen Adresse im Rebland, präsentiert konkrete Vorstellungen ohne gezielte Ambitionen auf höhere Sterne-Weihen: „Wir wollen hier heimische Erzeugnisse mit hoher Qualität und diese dann mit exotischen Gewürzen und Zutaten präsentieren. Die Bandbreite reicht vom Rinderfilet von der Färse bis hin zu Lachsforelle mit Passionsfrucht. Es wird für jeden etwas dabei sein, denn wir wollen hier den internationalen Lifestyle-Gast genauso empfangen wie etwa die Neuweierer Musiker nach ihrer Probe.“

Im Burggraben soll es eine Lounge geben

Schon im Spätjahr soll ein Winzerhof Wanderer oder kurzentschlossene Biker zur Einkehr nach Ausflügen einladen. In einem rustikalen Ökonomiegebäude wird nun Platz für insgesamt 40 Gäste geschaffen. „Ich erinnere mich gerne an meine Studienzeit zurück, als ich mir im Schwarzen Adler am Kaiserstuhl ein Zugeld verdiente“, freut sich Eugenie Schätzle schon auf den gastronomischen Neustart in ihrem Schloss.

Und auch Sohn Robert sprüht im Gespräch mit dieser Zeitung nur so vor Ideen: „Es wird völlig neue Angebote geben. Der Burggraben, den wollen wir integrieren. Dort entsteht eine weitläufige Lounge mit ganz eigenem Charakter, in der sich die Gäste in Freiluft aufhalten, essen und trinken können“, nennt er ein Alleinstellungsmerkmal, das bald entstehen wird.

Und weiter: Weinlehrpfad, Erfahrungen bei informativen Kräuter- und Terroir-Wanderungen und ein Kurs in der Brennerei. Robert Schätzle zieht dabei mit Joachim Altvater, der in seiner Gastro-Karriere Stationen wie Talmühle, Bühlerhöhe, Roomers und gehobene Kreuzfahrten mit pan-asiatischen Einflüssen erlebt hat, an einem Strang.

Schloss Neuweier möchte gezielt auch Einheimische ansprechen

„Ich habe wirklich viele Facetten, von der Sternküche bis hin zur anspruchsvollen Brigade auf einem Kreuzfahrtschiff, kennen gelernt. Jetzt geht es auch um wichtige Dinge wie Food-Print, also wie die Nahrungsmittel hergestellt und auch transportiert werden“, setzt Altvater auseinander

„Ich denke, wir haben hier ein sehr schönes Konzept, das wirklich ineinander greift und die einzelnen Facetten unseres schönen Geschäfts sinnvoll miteinander verbindet. Ich sehe hier wirklich eine große Chance, die Vorzüge des Schlosses und des Weingutes weiterzuführen, zu befördern und neu zu interpretieren“, formuliert Robert Schätzle die umfassende Aufgabe.

Für den ambitionierten Oenologen sind Auszeichnungen und Erwähnungen in einschlägigen Weinführern zwar wichtig. „Wir wollen mit unserem Angebot alle und nicht nur die gehobene Zielgruppe ansprechen. Und ich bin der guten Hoffnung, dass wir uns damit auch mit den Einheimischen und der Region für alle zum Vorteil verbinden.“

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