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Zentrum für E-Mobilität

Am Schaeffler-Standort in Bühl soll es 500 neue Stellen geben

Der klassische Automobilbau ist in der Krise. Das spürt auch der Zulieferer Schaeffler, der in Bühl einen Großstandort hat. Nun gibt es strukturelle Maßnahmen, 500 neue Arbeitsplätze sind für Bühl geplant. Aber nicht nur das.

Strukturwandel: Die Schaeffler Gruppe, einer der wichtigsten Arbeitgeber in Mittelbaden, plant auch in Bühl Veränderungen. So soll dort das Kompetenzzentrum für E-Mobilität entstehen. Foto: Ulrich Coenen

Die Schaeffler Gruppe (Herzogenaurach) reagiert auf die weltweite Rezession der Autobauer und ihrer Zulieferer. Der Konzern „beschleunigt die Transformation und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit“, so liest sich das in der offiziellen Pressemitteilung von Schaeffler, nachdem der Vorstand jetzt ein ganzes Bündel an strukturellen Maßnahmen beschlossen hat. Insgesamt sollen bis Ende 2022 in Deutschland und Europa rund 4.400 Stellen wegfallen.

Vom den Strukturmaßmaßnamen ist auch der Großstandort Bühl betroffen. Der Standort in Bühl, Sitz der Sparte Automotive OEM, wird als Kompetenzzentrum für E-Mobilität und die Serienfertigung von Elektromotoren ausgebaut.

In diesem Zusammenhang werden zusätzlich 500 Stellen in Bühl entstehen, die in der ursprünglichen Planung zunächst für den Standort Szombathely in Ungarn vorgesehen waren. Der Aufbau des Werkes in Ungarn sei davon nicht betroffen, teilt Schaeffler mit.

Zudem sei vorgesehen, die Verwaltungsbereiche der Zentralfunktionen und der Sparten zu reduzieren. Dies betreffe - neben Herzogenaurach, Schweinfurt und Homburg auch Bühl. Genauere Planungen werden in den lokalen Mitarbeiterversammlungen vorgestellt.

8.250 Stellen weniger in knapp zwei Jahren

Die Zahl der Beschäftigten der Schaeffler Gruppe hat sich seit Ende 2018 um rund 8.250 Stellen von 92.478 auf 84.223 per Ende Juni 2020 verringert, was einem Rückgang um knapp neun Prozent entspricht. Die genannten Maßnahmen sind dabei bisher nur teilweise in den Beschäftigtenzahlen reflektiert, so der Konzern.

Schaeffler will so 200 bis 300 Millionen Euro pro Jahr sparen. Die Transformationskosten beziffert der Konzert auf etwa 700 Millionen Euro. Die Umsetzung soll „sozialverträglich“ auf Basis der Zukunftsvereinbarung von 2018 erfolgen.

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