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Verwaltungsstab eingerichtet

Corona und die Folgen: Diese Veranstaltungen in Bühl werden abgesagt

Nachdem in Bühl die ersten Corona-Fälle bestätigt sind, werden immer mehr Veranstaltungen abgesagt. So haben die Feuerwehren aus Bühl und Ottersweier ihre geplanten Hauptversammlungen auf noch unbestimmte Zeit verschoben. Auch das Klinikum hat alle geplanten Veranstaltungen abgesagt.

In das Klinikum Bühl zieht die bisher in Ebersteinburg stationierte Schmerztherapie um. Die jetzt vom Klinikum Mittelbaden angekündigte Reform sieht außerdem vor, das altersmedizinische Angebot in Bühl zu konzentrieren. Foto: Bernhard Margull

Der Bühler Kommandant Günter Dußmann, der auch stellvertretender Kreisbrandmeister ist, hält das Risiko für nicht vertretbar: „Wenn nach der Versammlung ein Feuerwehrmann positiv auf Corona getestet wird, stünden wegen Quarantänemaßnahmen möglicherweise alle anderen auch nicht mehr zur Verfügung. Wir können unsere Arbeit aber nicht einstellen.“

In der Bühler Stadtverwaltung beschäftigt sich derweil ein eigens gebildetes Gremium mit Corona und den aus der Epidemie resultierenden Folgen. Pressesprecher Matthias Buschert vermeidet die Bezeichnung „Krisenstab“, es handle sich um einen „Verwaltungsstab“, der bereits am 28. Februar eingerichtet worden sei, also am Freitag der vorvergangenen Woche: „Seither befasst sich die Stadtverwaltung intensiv mit dem Thema Corona.“

Täglicher Austausch im Verwaltungsstab

Vorsorglich blieben derzeit drei Mitarbeiter zu Hause, deren Kinder in Südtirol waren. Dem Stab gehören laut Buschert neben Oberbürgermeister und Bürgermeister sämtliche Fachbereichsleiter an, außerhalb der Dienstzeiten stünden die Mitglieder dieses Gremiums über E-Mail und eine WhatsApp-Gruppe miteinander in Verbindung, um sofort auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Es gebe „im Prinzip einen täglichen Austausch“, sagte Buschert.

Geleitet werde der Stab von Martin Bürkle, dem Fachbereichsleiter Bürgerservice – Recht – Zentrale Dienste. An Schulen und Kindergärten sei ein Aushang erfolgt, der über die notwendigen Maßnahmen informiere. Das baden-württembergische Kultusministerium hatte angewiesen, dass „alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und vorsorglich 14 Tage zu Hause bleiben“.

Die 14 Tage seien aufgrund der lnkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen. „Es wurde auch damit angefangen, die in diesem Monat noch geplanten städtischen Veranstaltungen zu hinterfragen“, sagte Buschert. Das betreffe zum Beispiel das für den 21. März im Jugendzentrum Komm geplante Jugendhearing. Eine Entscheidung gebe es aber noch nicht.

VfB Bühl setzt Training aus

Unterdessen ruht beim VfB Bühl zumindest an diesem Dienstag noch der Trainingsbetrieb. Der Grund ist ein Corona-Verdachtsfall bei den Alten Herren. Diese hatten in der vergangenen Woche noch ein Training, bei dem auch Jugendtrainer dabei waren. Der Verzicht aufs Training ist laut Vorstandsmitglied Bernd Bross eine Vorsichtsmaßnahme, „bis Klarheit herrscht“.

Das Klinikum Mittelbaden hat eine weitere Vorsichtsmaßnahme beschlossen, die auch dem Schutz der Patienten, Pflegegäste und Mitarbeiter dienen soll. Alle für diesen Monat geplanten Veranstaltungen wie Vorträge, Kurse und Beratungen sind gestrichen. Dies gilt für die Kliniken Balg, Ebersteinburg, Bühl, Rastatt und Forbach sowie die Baden-Badener Pflegeeinrichtungen Schafberg und Theresienheim, Haus Fichtental in Kuppenheim, das Martha-Jäger-Haus in Rastatt, das Erich-Burger-Heim in Bühl und die Pflegeeinrichtung Hub.

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