Skip to main content

Besuch in einer alten Werkstätte in Bühl-Eisental

Der Wagner versteht sich auf „krumme Dinger”

In der Werkstätte von Werner Ibach in Müllenbach bleibt ein fast schon vergessenes Handwerk lebendig .

Die Werkstatt des Wagners: Werner Ibachs Großvater hat sie einst eingerichtet. Zuvor hatte hier ein Schmied seinen Arbeitsplatz gehabt. Foto: Wilfried Lienhard

Ein wenig hat Werner Ibach etwas von einem Historiker. Wenn die Leute ihn fragen, was ein Wagner macht, dann geht es in seiner Antwort um die Vergangenheit, um eine Zeit, als die Landwirtschaft noch den Rhythmus vieler Dörfer vorgab. Deutlich länger als ein halbes Jahrhundert ist das her, Ibach ist einer der letzten Vertreter eines Standes, der vielfach schon vergessen ist.

Wer aber in die Werkstätte in Müllenbach tritt, der ist gleich gefangen von der Atmosphäre jener Zeit. Hier werden sie lebendig, die Jahre, als der Wagner so zum Dorfalltag gehörte wie der Bäcker.

Bezeichnender Spitzname

Wie erklärt man jungen Leuten, was ein Wagner ist (besser: war)? Es geht, ganz knapp zusammengefasst, um Holz und landwirtschaftliches oder auch forstwirtschaftliches Gerät, um Wagen zumeist. Ein Ackerwagen war ein weitgehend hölzernes Produkt, auch die Räder waren dereinst aus Holz gefertigt: „Zu meiner Zeit hatten wir aber schon Gummiräder”, erinnert sich Ibach. Beim Holz setzte er auf Eiche, Buche, Akazie und Esche; das waren für ihn die Hauptholzarten.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang