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Praxis hatte 15 Covid-19-Fälle

Hausarzt aus Ottersweier behandelte jungen Corona-Patienten mit Todesangst

Auch eine Woche nach Schulbeginn muss Hausarzt Martin Jutz täglich noch Reiserückkehrer auf Corona testen. 15 Fälle hatte er seit Frühjahr in seiner Praxis. Ein alter Mann starb, ein junger Mann kämpft auch ein halbes Jahr später noch mit den Folgen des heimtückischen Virus.

In Zeiten der Pandemie: Der Hausarzt Martin Jutz und die Medizinische Fachangestellte Sabine Bergmaier blicken in ihrer Praxis in der Hub in eine Patientenakte. Foto: Ulrich Coenen

Wenn Martin Jutz vom Coronavirus spricht, schaut er sorgenvoll. Der Hausarzt und Internist, der seine Praxis in der Hub hat, kämpft – wie alle seine Kollegen – seit März gegen das heimtückische Virus. 15 Fälle gab es unter seinen Patienten, darunter ein Todesfall. Das Corona-Opfer war über 80 und hatte Vorerkrankungen. Ein anderer Patient war zur Beatmung auf einer Intensivstation.

Martin Jutz warnt ausdrücklich davor, das Virus zu unterschätzen. „Junge Leute, die das tun, sollten versuchen, den Verstand einzuschalten“, meint er. Er verweist auf den Fall eines Mannes mit Mitte 20 in seiner Praxis, der im Frühjahr an Covid-19 erkrankt ist. „Er hat nie die klassischen Symptome wie Fieber gezeigt“, berichtet der Arzt. „Da er nicht beatmungspflichtig war, wurde er auch nur für zwei Tage stationär in eine Klinik aufgenommen.“

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