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Passagiere müssen sich testen lassen

Wegen neuer Coronavirus-Mutation: Am Baden-Airpark landet vorerst letzte Maschine aus Großbritannien

Eine neue hoch ansteckende Variante des Coronavirus, die in Großbritannien und Südafrika aufgetreten ist, hat auch Auswirkungen auf die Region. Am Sonntagabend landete das vorerst letzte aus Großbritannien kommende Passagierflugzeug auf dem Baden-Airpark in Rheinmünster.

Die Passagiere an Bord der Ryanair-Maschine aus London Stansted mussten sich noch im Terminal einem Corona-Test unterziehen. Foto: Benedikt Spether

Erst wenige Stunden zuvor hatte das Bundesverkehrsministerium bekannt gegeben, dass ab Mitternacht alle Landungen aus Großbritannien untersagt sind, Ausnahmen gelten lediglich für Frachtflüge.

Die Passagiere an Bord der Ryanair-Maschine aus London Stansted, die am Sonntagabend ankam, mussten sich noch im Terminal einem Corona-Test unterziehen. Über 30 Helfer des Roten Kreuzes und etwa ebenso viele Polizisten waren im Einsatz.

Auch am Stuttgarter Flughafen wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Reisende aus einer Maschine aus London seien ebenfalls auf Corona getestet worden, bestätigte ein Sprecher. Anschließend hätten sie - sofern das Ergebnis negativ war - ihr Gepäck holen und nach Hause fahren dürfen, müssten sich aber dort in Quarantäne begeben. Um wie viele Passagiere es sich handelte, ist nicht bekannt.

Die Bundespolizei teilte auf Anfrage allgemein mit, dass Einreisenden, die noch am Sonntag in Deutschland landen, ein Corona-Test angeboten werde und sie auf die bestehenden bekannten Quarantäneregelungen der Bundesländer hingewiesen würden.

„Wir wissen um die daraus entstehenden Unannehmlichkeiten für die Reisenden, gerade jetzt im Weihnachtsverkehr“, hieß es. „Alle Partner arbeiten mit Hochdruck daran, eine sichere Einreise zu gewährleisten, gleichzeitig aber auch die Passagiere nicht über Gebühr zu beanspruchen.“

Für Berichte, dass Passagiere in Feldbetten am Flughafen übernachten müssten, gab es keine Bestätigung.

Virus-Mutation ist ansteckender als Covid-19

Die Virus-Mutation ist nach britischen Behördenangaben bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte Form und weitet sich vor allem in London und Südostengland rasant aus. Für die Region ordneten die Behörden am Wochenende einen Lockdown mit Ausgangs- und Reisesperren an.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel erörterten in einem Telefonat die Lage. Nach Angaben aus Elysée-Kreisen stand ein gemeinsames Vorgehen angesichts der neuen Variante des Coronavirus im Mittelpunkt. An diesem Montag soll es ein weiteres Notfalltreffen geben.

In Deutschland, wo es demnächst mit den Impfungen losgehen soll, ist die neue Variante nach Angaben des Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité bisher nicht aufgetaucht.

Die Verbreitung könne Zufall sein, schrieb der Experte auf Twitter. Die Mutationen verschafften dem Virus nicht zwingend einen Selektionsvorteil, auch wenn das möglich sei. Ein Selektionsvorteil kann dazu führen, dass sich ein Virus leichter ausbreiten kann.

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