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Bauarbeiten für große Wohnanlage in Massivholzbauweise

Wohnanlage „Hans im Glück” startet diese Woche in Neusatz

„Hans im Glück” lautet der viel versprechende Name der neuen Wohnanlage im Bühler Stadtteil Neusatz. Die Bauarbeiten für das lang umstrittene Projekt beginnen in dieser Woche.

Lange umstritten: Die Bauarbeiten für die Wohnanlage „Hans im Glück” an der Einmündung Drei-Tore-Straße/Gebersbergstraße in Neusatz gehen in dieser Woche los. Nach Umplanungen hat der Ortschaftsrat zugestimmt. Foto: Ulrich Coenen

Spätestens am Mittwoch kommt der Bagger. Die Wohnanlage „Hans im Glück“ an der Einmündung Drei-Tore-Straße/ Gebersbergstraße in Neusatz war lange umstritten. Viele Monate lange sah es im Hinblick auf eine große Baulücke nicht gut aus. Diese Zeitung hat gleich mehrfach über die von einem Investor geplante Wohnanlage mit ursprünglich 13 Wohneinheiten berichtet.

Sowohl bei den Nachbarn als auch im Ortschaftsrat gab es massiven Widerstand gegen die beiden dreigeschossigen Baukörper mit Flachdach. Der Bauträger ging auf die Menschen im Dorf zu und passte seine Planung an. „Hans im Glück“ nennen die Baden-Badener Projektentwickler Kasper & Neininger die Wohnanlage in Massivholzbauweise, die auf dem 1.241 Quadratmeter großen Grundstück entstehen soll.

Statt der beiden großen Mehrfamilienhäuser planen Kasper & Neininger in Neusatz jetzt nur noch ein Mehrfamilienhaus direkt an der Ecke Drei-Tore-Straße/ Gebersbergstraße mit acht Wohnungen zwischen 60 und 90 Quadratmetern sowie talwärts vier Reihenhäuser mit jeweils 143 Quadratmetern Wohnfläche. Mehrfamilienhaus und Reihenhäuser sind zweigeschossig mit zusätzlichem Penthouse-Geschoss.

Die in ihrer Höhenentwicklung gestaffelten Reihenhäuser passen sich der Topografie an. Entlang der Drei-Tore-Straße entstehen unterhalb einer Stützmauer 22 Stellplätze.

Im oberen Bereich der Baustelle sind kaum Einschränkungen zu erwarten
Jürgen Kasper, Bauträger

Mit der Umplanung haben die Investoren nicht nur auf einige Quadratmeter verzichtet. Der Entwurf für ein Mehrfamilienhaus und vier Reihenhäuser ist selbstverständlich erheblich aufwendiger und damit auch teurer als für zwei weitgehend identische Mehrfamilienhäuser. Der Ortschaftsrat Neusatz hat das architektonisch und städtebaulich anspruchsvolle Projekt bereits vor Weihnachten gebilligt. Der Technische Ausschuss der Bühler Gemeinderates folgte im Januar.

In der nächsten Woche soll die Mauer in der Drei-Tore-Straße abgebrochen und mit dem Erdaushub an der Drei-Tore-Straße begonnen werden. Der Erdaushub wird nach Auskunft von Jürgen Kasper bis Mitte September dauern. „Der Bagger wird auf dem Grundstück stehen und von dort arbeiten, um die Straße freizuhalten und um die Beeinträchtigung zu reduzieren“, berichtet Kasper.

„Auf der Drei-Tore-Straße selbst werden die Lastwagen temporär zur Beladung stehen. Verkehrsrechtlich wird die Drei-Tore-Straße eine halbseitige Sperrung erhalten, die sich über die gesamte Grundstückslänge erstreckt. Die Arbeiten werden sich aber primär im unteren Bereich abspielen, so dass im oberen Bereich kaum Einschränkungen zu erwarten sind.“

Die Rohbauarbeiten, also die Betonarbeiten für Keller und Stützwand, werden in der zweiten Septemberhälfte beginnen. Dann wird ein Kran aufgestellt, der bis Mai 2021 stehen wird. „Er wird ein Stück in die Straße ragen“, berichtet Kasper. „Die Betonarbeiten für die Keller und Stützwände werden bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Zu Beginn des neuen Jahres wird der Holzbau geliefert. Die weiteren Ausbauarbeiten wie Fenster, Elektro und Heizung folgen.“

Wohnraum für junge Familien dringend gesucht

Ortsvorsteher Hans-Wilhelm Juchem freut sich über die Einigung mit dem Investor und dass es nun endlich losgeht. Baugrundstücke sind in Neusatz Mangelware und junge Familien auf dem Dorf findet oft kein geeignetes Bauland. Das Thema wurde im Ortschaftsrat wiederholt diskutiert.

Von den acht Wohneinheiten in der Wohnanlage „Hans im Glück“ sind bereits sieben verkauft. Juchem hat aber Zweifel, ob das aufwendige und architektonisch anspruchsvolle Projekt gerade junge Neusatzer Familien anspricht. „Wir bewegen uns doch in einem relativ hochpreisigen Segment“, meint er.

Für das im Privatbesitz befindliche Baugrundstück haben sich auch Neusatzer Investoren interessiert. Die kamen allerdings nicht zum Zuge.

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