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Wechsel im Dezember

Busfahrplan-Wechsel sorgt für Veränderungen zwischen Bühl und Bad Herrenalb

Zwischen Bühl und Bad Herrenalb wird es zum Fahrplanwechsel im Dezember gravierende Veränderungen bei den Buslinien geben. Die Verbindungen zwischen Baden-Baden und dem Murgtal werden neu geordnet.

Eine Neuordnung des Busnetzes zwischen Bühl über Baden-Baden ins Murgtal wird es ab Dezember geben. Die „214“ wird Ebersteinburg dann nur noch an Schultagen anfahren. Dafür gibt es mit der Linie 244 eine Direktverbindung zum Bahnhof in Oos. Foto: Bernd Kappler

Zahlreiche Verbesserungen werden laut dem Betriebsleiter der Baden-Badener Linie (BBL), Stefan Güldner, damit verbunden sein, aber auch Verschlechterungen der Direktverbindungen von Ebersteinburg Ortsmitte nach Gaggenau und umgekehrt.

Grundlage des neuen Konzeptes ist das Regiobusprogramm des Landes, das Orte, die nicht an einer Schiene liegen, durch Querverbindungen besser vernetzen will. Im Raum Bühl/Baden-Baden/Murgtal bedeutet dies jetzt eine Neuorganisation der Linien 214 von Bühl nach Gaggenau, 244 vom Bahnhof Oos nach Gernsbach und die Neueinführung der Linie X44 von Bühl über Baden-Baden bis nach Bad Herrenalb und von dort mit Direktanschluss sogar bis nach Calw.

Bisher fährt die Linie 214 von Bühl über Baden-Baden und Ebersteinburg Ortsmitte nach Gaggenau und an Schultagen bis ins Schulzentrum nach Bad Rotenfels. Die „214“ wird ab Dezember nur noch vom Leopoldsplatz aus an Schultagen die Ortsmitte von Ebersteinburg und ebenso das Schulzentrum in Bad Rotenfels anfahren. Einen genauen Fahrplan hatte Stefan Güldner im Ortschaftsrat noch nicht dabei. Es fänden noch Feinabstimmungen statt, so der BBL-Betriebsleiter.

Als Ersatz für die durchgehende „214“ gibt es ab Dezember die Linie X44, die von Bühl über das Rebland und Baden-Baden mit Halt an der Wolfsschlucht und in Selbach nach Gernsbach und von dort weiter über Loffenau nach Bad Herrenalb fährt.

Die Direktanbindung von Ebersteinburg Ortsmitte wird künftig die Linie 244 herstellen, die vom Bahnhof in Oos über den Leopoldsplatz nach Ebersteinburg fährt und von dort über Staufenberg den Bahnhof Gernsbach ansteuert und bis nach Loffenau weitergeht. Der Vorteil für Ebersteinburg: Es gibt künftig eine umsteigefreie Verbindung zum Bahnhof in Oos. Montags bis freitags von 6 bis 8 Uhr und von 12 bis 19 Uhr sogar im 30-Minutentakt. Und, so hob Stefan Güldner hervor, die Ebersteinburger können über Gernsbach schneller nach Rastatt oder Karlsruhe kommen als bisher.

Ebersteinburg nur noch an Schultagen erreichbar

Der Knoten Gernsbach habe den Vorteil, dass sich dort immer zwei Stadtbahnen sowohl in Richtung Rastatt und Karlsruhe sowie in Richtung Forbach treffen. In Gaggenau habe die Direktanbindung der Linie 214 an die Stadtbahn oft nicht funktioniert.

Der Nachteil der Neuordnung: Von Gaggenau aus ist Ebersteinburg Ortsmitte nur noch an Schultagen direkt erreichbar. „Bei der Neuordnung spielte auch das Fahrgastaufkommen eine Rolle“, sagt Güldner. Die neue Linie X44 fahre zudem bis in den späten Abend, außerdem bleibe das Angebot des Anruf-Linien-Taxis erhalten. Stefan Güldner ist sich sicher: „Es wird besser“. Die Hauptnachfrage werde optimaler abgedeckt.

Kosten steigen

Billig ist das Ganze allerdings nicht. Die „X44“ verursacht Kosten ist Höhe von 1,2 Millionen Euro pro Jahr. 60 Prozent übernimmt das Land. 500.000 Euro bleiben an Baden-Baden und dem Landkreis Rastatt hängen. Die Kurstadt muss wiederum 37 Prozent übernehmen, also rund 185.000 Euro. Die längeren Fahrwege durch die Neuordnung würden sich im Übrigen nicht auf die Fahrpreise auswirken. Ab Dezember führt der Karlsruher Verkehrsverbund bekanntlich den Entfernungstarif ein, die „Waben“ haben dann ausgedient.

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