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Essen erzwungen

Übergriffe in Ortenauer Kita: Erzieherinnen angeklagt

Nach Übergriffen in einer Offenburger Kindertageseinrichtung, die im Juni 2019 öffentlich bekannt geworden waren, hat die Staatsanwaltschaft Offenburg nun Anklage gegen drei ehemals in der Einrichtung tätige Erzieherinnen erhoben. Vorgeworfen werden ihnen unter anderem Freiheitsberaubung.

Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa

Nach Übergriffen in einer Offenburger Kindertageseinrichtung, die im Juni 2019 öffentlich bekannt geworden waren, hat die Staatsanwaltschaft Offenburg nun Anklage gegen drei ehemals in der Einrichtung tätige Erzieherinnen erhoben.

Vorgeworfen werden ihnen Freiheitsberaubung in insgesamt 17 Fällen und Misshandlung von Schutzbefohlenen in insgesamt neun Fällen.

Den zur Tatzeit zwischen 26 und 51 Jahre alten Beschuldigten wird vorgeworfen, im Zeitraum zwischen September 2017 und Juni 2019 in insgesamt mindestens 26 Fällen ihnen zur Betreuung anvertraute Kinder im Alter von ein und zwei Jahren der Freiheit beraubt oder diese misshandelt zu haben. Im Falle einer Verurteilung droht den Angeschuldigten eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Laut Staatsanwaltschaft sollen die Erzieherinnen mehrere Kinder zum Essen gezwungen haben, indem sie ihnen unter anderem ausgespucktes Essen erneut in den Mund geschoben und den Kiefer der Kinder gewaltsam auseinandergedrückt haben. Zwei der Frauen wird zudem vorgeworfen, mehrere Kinder in Reisebetten eingesperrt zu haben, die sie teilweise mit einer Matratze bedeckt hätten, um Befreiungsversuche der Kinder zu vereiteln.

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