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Gemeinsame Ermittlung mit FBI

Schlag gegen organisierte Kriminalität – Ermittler finden Drogenplantage in Esslingen

Bei einer internationalen Ermittlungsaktion wurden am Dienstag in Baden-Württemberg mehrere organisierte Kriminelle festgenommen. In Esslingen hoben die Polizisten eine Hanfplantage aus.

Eine 360 Quadratmeter große Hanfplantage in Esslingen hat die Polizei bei einem internationalen Ermittlungstag gefunden. Foto: Allyse Pulliam/ZUMA Wire/dpa

Eine große und international abgestimmte Polizeiaktion gegen organisierte Kriminelle vom Dienstag (wir berichteten) umfasste auch einen erfolgreichen Einsatz in Baden-Württemberg. Das gab der Präsident des Landeskriminalamts (LKA) Andreas Stenger gegenüber dieser Zeitung bekannt. Der Fund einer Drogenplantage in Esslingen, den LKA und Staatsanwaltschaft Stuttgart am Dienstag vermeldet hatten, stehe in Zusammenhang mit den weltweiten Ermittlungen.

„Wir als Landeskriminalamt waren bei diesem internationalen Joint Action Day auch mit am Start. Es gab Festnahmen und eine Sicherstellung einer großen Menge Rauschgift in Baden-Württemberg“, sagte Stenger. „Diese Aktion war ein Paradebeispiel für eine weltweite Zusammenarbeit. Sie zeigt, wie Polizeiarbeit auch in diesem Bereich der schweren und schwersten organisierten Kriminalität ausgerichtet sein muss: digital, international und kooperativ und mit unterschiedlichen Akteuren.“

360 Quadratmeter große Hanfplantage in Esslingen gefunden

Laut einer Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei hatten Ermittler am Montag eine rund 360 Quadratmeter große Hanf-Plantage ausgehoben und 1.570 Marihuanapflanzen sowie 31 Kilogramm verkaufsfertige Drogen sichergestellt. In der Wohnung eines Verdächtigen in Göppingen seien Mobiltelefone, Unterlagen, 1.470 Euro Bargeld und „eine Kleinstmenge“ Marihuana beschlagnahmt worden.

Zudem seien zwei Fahrzeuge sichergestellt worden. Zwei Männer kamen in Untersuchungshaft: ein 27-Jähriger, der sich um die Plantage gekümmert haben soll und ein 46 Jahre alter mutmaßlicher Mittäter. Insgesamt wurden bei dem weltweiten Einsatz gegen die organisierte Kriminalität 800 Verdächtige in 16 Ländern festgenommen.

Allein in Deutschland gab es laut Bundeskriminalamt mehr als 70 Festnahmen, darunter gut 60 in Hessen. Die Operation „Trojan Shield“ (Trojanisches Schild) stand unter Leitung des amerikanischen FBI, der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA, der Polizei von Schweden und der Niederlande und war von Europol koordiniert worden.

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