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Sexistische Sprüche

Shitstorm gegen Internet-Star MontanaBlack

Der erfolgreichste Streamer Deutschlands fällt online durch sexistische Sprüche auf. Daraufhin erntet er einen Shitstorm und wird auf der Streaming-Plattform Twitch vorübergehend gesperrt.

MontanaBlack, der erfolgreichste Streamer Deutschlands, ist einmal mehr durch sexistische Sprüche aufgefallen. Foto: Philipp Schulze

Von Beate Münzenmaier

MontanaBlack, bürgerlich Marcel Eris, ist der erfolgreichste Streamer Deutschlands. Mehrere Millionen User schauen ihm auf den Streaming-Plattformen Twitch und YouTube dabei zu, wie er Videogames wie Fortnite spielt und aus seinem Leben erzählt. Nun streamte er live bei Twitch aus seinem Urlaub in Malta, wie er Frauen mit sexistischen Kommentaren erniedrigte.

Auf der Straße filmte er die Frauen ohne deren Einverständnis und bewertete das Aussehen mit sexistischen Sprüchen und Lauten. In einem anderen Stream fotografierte er von seinem Hotelbalkon aus eine Frau am Pool und forderte sie über Twitch auf, zu ihm aufs Zimmer zu kommen – er habe noch ein Bett für sie frei.

Twitch reagierte und sperrte MontanaBlack für 33 Tage. Auch in den Sozialen Medien blieb sein Vorgehen nicht unkommentiert. Auf Twitter äußerten sich die User schockiert über das sexistische Verhalten, besonders wegen seiner Vorbildfunktion als Streamer und Influencer mit einer jungen Zuschauerschaft.

In einem Tweet heißt es etwa: „Er ist über 30 und hat eine Vorbildfunktion egal ob er die will oder nicht“

Fans stärken MontanaBlack auf Twitter den Rücken

Es gibt aber auch Unterstützer, die diese Aufregung nicht verstehen.

„Du hast nix falsch gemacht bro“, schreibt jemand auf Twitter, „die Leute , die darüber rumheulen haben nen stock im arsch und meinen es gäbe keine anderen probleme auf der welt -.- mach weiter so bist lustig und unterhaltsam und zieh dein ding durch hör nicht auf die neider, die werden nie so wie du “

MontanaBlack versucht sich zu erklären: das Ganze sei witzig gemeint gewesen. “In dem Moment war’s halt „lustig“ und niemand sollte oder wurde dadurch „belästigt“ aus meiner Wahrnehmung in dem Moment.““

Die Aktion war allerdings nicht der erste Fehltritt des Streamers. In der Vergangenheit fiel er mit rassistischen und sexistischen Aussagen auf. So wurde er bereits Ende 2018 für mehrere Wochen auf der Plattform Twitch gesperrt, weil er Gegenspieler im Stream rassistisch beleidigte. Bei Twitter schoss er mit sexistischen Aussagen gezielt gegen Userinnen.

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