Alois Schwartz steht im Stadion
Karlsruhes Trainer Alois Schwartz steht vor dem Spiel im Stadion. | Foto: Tom Weller/dpa

Kein Trainerwechsel

KSC in der Krise: Kreuzer stärkt Schwartz den Rücken

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Nach dem nächsten enttäuschenden Auftritt wurden die Profis des Karlsruher SC beim Gang in die Fankurve mit Pfiffen empfangen. Zwar stimmten die Anhänger am Ende dann doch noch positive Gesänge an, aber die Badener sind nach dem 0:2 (0:2) gegen Holstein Kiel am Samstag noch tiefer in den Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga geraten. Trainer Alois Schwartz muss indes nicht um seinen Job bangen.

„Es ist momentan natürlich eine bittere Situation“, sagte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer: „Wir sind jetzt abgerutscht auf den Relegationsplatz, aber was soll’s? Die anderen sind in Reichweite.“

Müssen wir jetzt den Trainer wechseln? Mit Sicherheit nicht.

KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer stärkt Alois Schwartz den Rücken

Gleichzeitig stärkte Kreuzer Trainer Alois Schwartz trotz der vierten Niederlage in Serie den Rücken. „Müssen wir jetzt den Trainer wechseln? Mit Sicherheit nicht“, sagte der 54-Jährige, und weiter: „Ich habe die Erfahrung gemacht: Du musst Ruhe bewahren.“

Zum Nachlesen: Live-Ticker von der Heimpartie des KSC gegen Holstein Kiel

Frust bei Roßbach

Wie groß der Frust beim KSC derzeit ist, zeigte sich auch durch die Rote Karte für Damian Roßbach, der in der Nachspielzeit eine Tätlichkeit beging. Zuvor hatten Fabian Reese (26. Minute) und Finn Porath (31.) vor 12 403 Zuschauern im Wildparkstadion für den Sieg der Gäste gesorgt.

Der KSC rutschte vorerst auf den drittletzten Platz ab. Die Badener könnten am Sonntag auch noch auf den vorletzten Rang zurückfallen, falls der 1. FC Nürnberg gegen den SV Sandhausen gewinnt.

Rutschen die Badener auf den vorletzten Platz?

„Die Enttäuschung ist jetzt groß und bei allen da. Aber wir müssen die Köpfe jetzt schnell hoch nehmen“, sagte KSC-Kapitän David Pisot. Schon am Mittwoch geht es für die Badener im Pokal-Achtelfinale beim 1. FC Saarbrücken weiter.

Dass die Karlsruher mitten im Abstiegskampf stecken, war ihnen bei fast jeder Aktion anzumerken. Zwar stimmte im Vergleich zum jüngsten 0:1 bei Dynamo Dresden diesmal die Einstellung, aber es fehlten weiter die Ideen im Angriff. Es brachte auch nichts Zählbares, dass Schwartz ab der 41. Minute auf die Offensive setzte und noch vor der Pause die Stürmer Anton Fink und Marco Djuricin für den schwachen Marco Thiede sowie für Daniel Gordon brachte.

dpa/ lsw