KSC-Stürmer Marvin Pourié wird vorerst für Braunschweig spielen. | Foto: GES

Ausleihe fixiert

KSC verleiht Pourié nach Braunschweig in die 3. Liga

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Marvin Pourié wird mindestens für das kommende halbe Jahr für den Fußball-Drittligisten Eintracht Braunschweig stürmen. Nach Informationen der Badischen Neuesten Nachrichten haben die Niedersachsen den 29-Jährigen bis Saisonende ausgeliehen und mit dem Karlsruher SC eine Kaufoption vereinbart.

Update: Inzwischen liegt auch eine offizielle Pressemeldung von Eintracht Braunschweig vor, in der der Verein den Wechsel bestätigt. Pourié soll dort zukünftig die Rückennummer 30 tragen. „Ich bin froh und glücklich, dass mein Wechsel nach Braunschweig geklappt hat und freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, wird Pourié zitiert. „Ich habe richtig Lust auf die Eintracht und will der Mannschaft helfen, dass wir unsere Ziele erreichen. Jetzt bin ich gespannt, mein neue Teamkollegen kennen zu lernen und fiebere dann dem Rückrundenstart entgegen.“

KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer wollte den Vollzug des Transfers am Montagnachmittag auf Nachfrage noch nicht bestätigen, wies aber darauf hin, dass die Gespräche mit einem Drittligisten sehr weit gediehen seien. Die Eintracht, derzeit Tabellenvierter hinter dem SV Waldhof Mannheim, hat dabei offenbar das Rennen gegen KFC Uerdingen und den 1. FC Magdeburg gemacht. Nach dem KSC soll er auch die Niedersachsen in die Zweite Liga zurückschießen, so der Plan.

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Relegations-Szenario wurde mitbedacht

Wie die BNN erfuhren, wurde auch das Szenario eines Aufeinandertreffens der Braunschweiger mit den Karlsruhern in der Relegation um den letzten Zweitliga-Platz nach Saisonende bedacht. Pourié dürfte demnach in diesen Entscheidungsspielen für den derzeitigen Tabellenvierten der Dritten Liga nicht auflaufen.

Wechsel in die Zweite Liga scheiterte am KSC-Veto

Einen von Pourié erhofften Wechsel zu einem Zweitliga-Rivalen der Karlsruher – der VfL Osnabrück war dabei Favorit des Stürmers – hatte Kreuzer nicht zugestimmt. Zu einem Konkurrenten in der Liga wollte der KSC seinen Aufstiegs-Knipser, mit dem er im Sommer den Vertrag bis 2022 verlängert hatte, nicht ziehen lassen.

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Pourié hatte seinen Weggang vom KSC in den zurückliegenden Wochen forciert. Während des Trainingslagers in Spanien, das am Sonntag zu Ende gegangen war, hatte er im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten bekannt, dass die Chemie nicht mehr stimme. Was und wen er konkret damit meinte, äußerte Pourié nicht.

Von Eintracht Braunschweig war im Sommer Philipp Hofmann gekommen, der dem Drittliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison nach seiner Ankunft in der Stürmer-Hackordnung von Cheftrainer Alois Schwartz den Rang abgelaufen hatte.