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Kölmel, Catererer, Stroh-Engel

Verantwortliche des KSC im Kreuzverhör

„Feuer frei. Jeder, der Fragen hat, soll sie stellen können!“ So eröffnete Ingo Wellenreuther, Präsident des Karlsruher SC, die Abendveranstaltung im Clubhaus des Fußball-Drittligisten. Etwa 180 Anhänger hatten die Einladung angenommen, um KSC-Vertretern auf den Zahn zu fühlen.

IMG_1881 Foto: mia

„Feuer frei. Jeder, der Fragen hat, soll sie stellen können!“ So eröffnete Ingo Wellenreuther in seiner Eigenschaft als Präsident des Karlsruher SC die Abendveranstaltung im Clubhaus des Fußball-Drittligisten.

Etwa 180 Anhänger hatten die Einladung angenommen, um dem Vereinschef, seinen Vorstandskollegen Günther Pilarsky und Holger Siegmund-Schultze oder dem Sportdirektor Oliver Kreuzer auf den Zahn zu fühlen. Auch Geschäftsführer Michael Becker stellte sich auf dem Podium für Fragen zur Verfügung. Dort wurde reichlich Bekanntes und auch von den Badischen Neuesten Nachrichten längst Berichtetes wiederholt beziehungsweise erneut bestätigt. Doch auch manches, das tiefer blicken ließ. kam dabei zur Sprache. Die Badischen Neuesten Nachrichten dokumentieren eine Auswahl wesentlicher Fragestellungen und die dazu gehörigen Antworten der KSC-Verantwortlichen. "Feuer frei, also".

Der Vertrag mit dem Rechtehändler Michael Kölmel kann in diesem Jahr abgelöst werden. Gibt es Bestrebungen, das zu tun und, wenn ja, wie könnte das finanziell aussehen?

Michael Becker

Warum wurden keine Rücklagen gebildet, obwohl das Datum doch bekannt war?

Ingo Wellenreuther

Wir haben Klimmzüge machen müssen, dass es gerade so gekracht hat.

Wir hätten gern jedes Jahr eine Million zur Seite gelegt, aber die musst du erstmal haben. Wir müssen aber auch eine Mannschaft haben, die aufsteigt oder nicht absteigt. Rücklagen kannst du dann bilden, wenn du Gewinne machst. Heißt aber nicht, dass ein Ausstieg unmöglich ist. Es wird geprüft. Wir müssen nicht im Sommer die 8,5 Million zahlen, aber wir dürfen jetzt jedes Jahr.

Das Stadion - wirklich Allheilmittel?

Schiebt der KSC seine Schulden nicht einfach nur vor sich her?

Günther Pilarsky

Einwand: Dass das Stadion kein Allheilmittel sei, sehe man bei anderen Vereinen…

Becker:

Wie sind die Pläne des aktuellen Vorstands mit Blick auf die im Herbst 2019 anstehenden Neuwahlen. Wer tritt an, wird es ein Team geben oder würde jemand auch einzeln antreten?

Wellenreuther:

Alles rund um das alte und neue Wildparkstadion im Dossier .

"Vision Wildpark"

Laut dem Bauunternehmen BAM Sports soll das neue Wildparkstadion aussehen wie in dieser Grafik. Foto: N/A

Wie ist der Sachstand bei der geplanten Geländeübernahme von Germania Karlsruhe?

Becker: Wellenreuther:

Wie sieht man in der Clubspitze die sportliche Vision des Vereins?

Wellenreuther: Oliver Kreuzer Wellenreuther:

Visionen und Erinnerungen: Das BNN-Dossier zu 25 Jahre Valencia.

Stroh-Engel soll gehen

Die Stürmer Dominik Stroh-Engel und Anton Fink (von links). Foto: N/A

Wie sehen bei Aufstieg die Planungen hinsichtlich der Spieler aus und gibt es einen Plan B?

Kreuzer:

Wenn wir es nicht schaffen, muss man sehen, wohin die Reise geht bei dem ein oder anderen.

  • Marvin Pourié verlängert sich bei Aufstieg. Ihm traue ich zu, dass er den einen oder anderen Treffer erzielt. Natürlich weckt er Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen. Dann muss man schauen, wie realistisch ist es, solch einen Spieler halten zu können.
  • David Pisot , der sich extremst identifiziert mit dem Verein: auch sein Vertrag verlängert sich nur bei Aufstieg. Auch da glaube ich haben wir gute Möglichkeiten ihn an uns zu binden.

Mit allen Spielern, deren Verträge bei Nichtaufstieg auslaufen, sind wir mit den Spielern und Beratern im regelmäßigen Austausch. Aber dass ich irgendwo in Panik verfalle, weil die Situation ist, wie sie ist, das ist nicht der Fall, ich glaube an die Mannschaft. Ziel ist es, auch bei Nichtaufstieg mit dem Gros der Mannschaft weiter zusammenzuarbeiten.

Was ist mit dem Stürmer Dominik Stroh-Engel, der den Anschluss weiter nicht gepackt hat? Kreuzer:

Appelle an die Einsicht der Stadt

Der Streit um den Neubau des Wildparkstadions geht in die nächste Runde. Foto: N/A

Eine Frage zum Stadionbau: Wo kommt wer hin, wenn die Tribünen kommen?

Becker: Wellenreuther:

Denn derzeit ist die Stadt der Meinung, dass diese Behelfs-Stehtribünen kein Dach bräuchten.

Wir finden, du kannst nicht 10.000 Menschen in den Regen stellen. Unser dringender Wunsch ist es deshalb - wir haben ihn auch schon vorgetragen und konnten es kaum glauben, dass die Stadt ohne Dach geplant hat - , dass wir dringend drauf drängen, dass ein Dach drüber kommt. Wenn Meinungsäußerungen von uns allen kommen in der Richtung, wird uns das glaube ich allen helfen.

Becker:

"Dachte, die Auer sind ein bisschen verrückt geworden"

Lukas Kwasniok Foto: N/A

Wie verlief die Trennung vom ehemaligen Nachwuchstrainer Lukas Kwasniok ( inzwischen Cheftrainer bei Carl Zeiss Jena ; Anmerkung der Redaktion). Hat er eine Abfindung bekommen und, wenn ja, warum?

Kreuzer:

Eine Nachfrage dazu: Die Entlassung muss ja einen ganz schwerwiegenden Grund gehabt haben. Wie kann es dann sein, dass trotzdem eine Abfindung gezahlt wurde?

Wellenreuther:

Seine Art hat mir richtig gut gefallen und er ist ein richtig guter Trainer.

Dann gab es die Episode von Aue vorher. Aue wollte Lukas für rund 25.000 Euro Ablöse haben. Ich habe gedacht, die Auer sind ein bisschen verrückt geworden. Warum sollten wir ihn herschenken? Tim Walter wurde von Bayern für 200.000 Euro Gegenwert transferiert. Unsere Einstellung war: Aue muss auch 200.000 zahlen. Zum Schluss hätte Aue 125.000 Euro gezahlt. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass Aue wegen 80.000 den Transfer nicht durchführt. 200.000 Euro sind ist ein Taschengeld für einen Cheftrainer. Dann ist das geplatzt, und drei Wochen später kam der Vorfall.

Wir hätten auch das, was wir schriftlich hatten, stadtweit plakatieren können. Das war ein Vorgang, über den wir nicht hinweggehen konnten. Es war eine Regelung zugunsten Lukas Kwasnioks.

Ist Helmut Sandrock im vergangenen Jahr als Geschäftsführer gegangen, weil er mehr Kompetenzen verlangt hat?

Wellenreuther:

"Köpke nicht zweitligatauglich"

Entscheidungen und Kompetenzen wurden vom Präsidium doch aber auf andere öffentlich abgegeben…

Wellenreuther:

Beispiel: Pascal Köpke. Er war bei uns hochunzufrieden, weil er bei Markus Kauczinski keine Chance bekommen hat. Dann hat Vater Köpke uns gebeten, dass er woanders spielen kann. Darauf wurde er nach Aue ausgeliehen und hat zwölf Tore geschossen. Er kam zurück und der damalige Sportdirektor Jens Todt und der damalige Trainer Kauczinski haben im Büro gesagt, dass Köpke nicht zweitligatauglich ist. Das haben Günter Pilarsky und ich auf Anhieb nicht verstanden. Wir dachten laienhaft, dass er das Zeug hätte. Jetzt kommt es zum Schwur.

Entweder das Präsidium sagt, was Trainer und Sportdirektor sagen, halten wir für falsch: „Den behalten wir.“ Dann spielt er aber keine Rolle. Also haben wir Vertrauen in die Expertise unseres Sportdirektors und unseres Trainers. Hätten wir die nicht, müssten wir beide entlassen.

Feier zum 125-Jährigen

Feuriger Abschied: Bengalos nach dem letzten Spiel im alten Wildpark am 3. November 2018. Foto: N/A

Wird es im neuen Stadion ein Museum geben?

Becker

Kalte Würste, lange Schlangen, schlechte Disposition bei den Getränken: Der aktuelle Caterer wird von vielen Besuchern der KSC-Heimspiele als nicht gut wahrgenommen. Tut der Verein etwas und bleibt dieser Caterer?

Wellenreuther Becker:

Am 6. Juni wird der KSC 125 Jahre alt. Wird es Feierlichkeiten geben?

Becker:

Das der KSC feiern kann, hat er bei der Abschiedsshow vom Wildparkstadion bewiesen.

"Gespenst Dohmen"

Frage: „Das graue Gespenst Rolf Dohmen geistert umher. Was ist der Stand? Hat Herr Dohmen bisher Anträge eingereicht, um sich über eine Satzungsänderung bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Herbst als Präsidentschaftskandidat aufstellen lassen zu können?

Becker:

Eine Auswahl wichtiger KSC-Beiträge aus der gedruckten BNN finden BNN-Leser in unserer KSC-Rubrik .

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