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Geringerer Etat

PSK Lions basteln unter erschwerten Bedingungen am Kader

Das Trainer-Duo Drazan Salavarda und Samuel DeVoe bleibt, Kapitän Orlando Parker wird dagegen nicht zu den PSK Lions zurückkehren. Dafür verkündete der Karlsruher Basketball-Zweitligist den ersten Neuzugang.

Daniel Norl von den PSK Lions im Zweikampf mit Jonas Richter (Chemnitz). Foto: Helge Prang/GES

Unter schwierigen Bedingungen und mit einem deutlich abgespeckten Etat basteln die sportlich Verantwortlichen der PSK Lions am Kader für die neue Saison.

Seit Anfang dieser Woche steht zumindest der erste Neuzugang fest. Der US-Amerikaner Micah Till kommt direkt vom College zum Karlsruher Basketball-Zweitligisten. „Wir hoffen, dass er eine Allrounder-Rolle ausfüllen kann“, sagt Abteilungsleiter Danijel Ljubic über den auf dem Flügel und unterm Korb einsetzbaren 23-Jährigen.

Nach Informationen unserer Redaktion bemühen sich die Lions zudem darum, dass Daniel Norl und Maurice Pluskota weiterhin für das PSK-Rudel auf Korbjagd gehen. Bei beiden wähnt sich der Club wohl auf einem guten Weg, die Liga listet Pluskota und Norl bereits in der aktuellen Kaderliste der Lions auf.

Auf der wird der vormalige Kapitän Orlando Parker nicht mehr auftauchen – seine Gehaltsvorstellung lagen offenbar nicht mehr im enger gesteckten Rahmen des Clubs. Vier Jahre lang gestaltete Parker den Lions-Weg aktiv mit, war schon beim Aufstieg in die Zweite Liga mit dabei. „Für die Zeit sind wir ihm sehr dankbar, er ist ein vorbildlicher Profi“, sagt Ljubic.

Neuzugang Till kommt direkt vom US-College

Aus dem Kader der vergangenen Saison steht nur Niclas Sperber noch unter Vertrag, allerdings stehen bei ihm die Zeichen auf Trennung.

Dass Drazan Salavarda und Samuel DeVoe weiterhin als Trainer-Duo fungieren, steht schon seit einiger Zeit fest. Zusammen mit Ljubic bauen sie an der neuen Mannschaft, DeVoe aktuell noch von seiner Heimat USA aus.

Von dort aus wagt Neuzugang Till den Sprung über den Teich. Der 2,01 Meter große und 113 Kilo schwere US-Amerikaner spielte zuletzt für die Slippery Rock University Pennsylvania in der NCAA2.

Karlsruher Zweitliga-Basketballer mussten ihren Etat schrumpfen

Aktuell planen die Lions für die erst am 16. Oktober beginnende Runde mit einem Etat, der deutlich unter jenem des Vorjahres (rund 600.000 Euro) liegt. Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie spüren auch Sponsoren des Clubs und damit auch die Lions. „Da gibt es noch viele Unsicherheiten“, bemerkt Ljubic.

Ein Spieler wie KC Ross-Miller, der in der vergangenen Saison nachverpflichtet worden war, ist nun jedenfalls zu teuer. Gleichwohl sucht der PSK für die Aufbauposition einen möglichst erfahrenen Profi. Speziell auf dieser Position war der Verein im Vorjahr anfangs zu schwach aufgestellt. Auch fehlte dem Team ein Leader-Typ und insgesamt die Balance.

Das bekam auch ein Spieler wie Norl zu spüren, auf dessen Schultern zu viel Verantwortung lastete. Gleichwohl sind die Lions-Verantwortlichen vom Potenzial des 25 Jahre alte Deutsch-Amerikaners überzeugt, der im vorigen Sommer aus England in die deutsche Zweite Liga gewechselt war. In der zweiten Saisonhälfte zeigte Norl deutlich aufsteigende Tendenz. Deshalb soll er Teil des Rudels bleiben, das voraussichtlich Anfang September in die Vorbereitung starten wird.

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