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Schöck AG steigt bei generic.de ein

Baden-Badener Bau-Spezialist beteiligt sich an IT-Haus

Ein Spezialist für Bau-Elemente steigt bei einem Softwarespezialisten ein – eine solche Nachricht lässt auch außerhalb der betroffenen Branchen aufhorchen. Die Baden-Badener Schöck AG ist weltweit auf Baustellen ein (Qualitäts-)Begriff. Nun will sie mit Hilfe der Karlsruher generic.de AG noch besser werden.

Macht nicht nur in (Bewehrungs-)Stahl: Der Baden-Badener Bauprodukte-Hersteller Schöck AG hat sich am Karlsruher Softwarespezialisten generic.de AG beteiligt. Foto: Andrea Fabry

Überraschende Nachricht aus der Bau- und IT-Branche: Der Baden-Badener Bauelemente-Hersteller Schöck AG ist mit 25 Prozent beim Karlsruher IT-Spezialisten generic.de software technologies AG eingestiegen.

Entsprechende Informationen dieser Zeitung haben die Vorstandschefs der beiden Unternehmen auf Anfrage bestätigt. Zum Kaufpreis wurde wie üblich keine Angabe gemacht.

Kurios ist die Partnerschaft, weil Schöck für Baustellen auf dieser Welt – bis hin zum Riverwalk in London und einer Antarktis-Forschungsstation – physische Produkte herstellt. Der Schöck-Isokorb ist global in der Baubranche ein Begriff, so wie Nutella gemeinhin für Nuss-Nougat-Aufstrich steht.

Das Unternehmen generic.de wiederum ist ein Spezialist für sogenannte Individualsoftware. Das heißt: Die Karlsruher liefern beispielsweise Automobilzulieferern oder Maschinenbauern Software für Fälle, in denen es eben nichts von der Stange gibt. generic.de-Auftraggeber sind beispielsweise SEW Eurodrive, Trumpf, Vollack und Bosch.

Auch die Schöck AG ist bereits seit geraumer Zeit Kunde der Karlsruher: Dabei geht es um eine Software, die Architekten und Ingenieuren die Arbeit erleichtern soll. Diese geben an, wie beispielsweise ein Balkon aussieht – und die Software stellt dar, an welcher Stelle welches Schöck-Produkt eingebaut werden muss.

Hilfe per Smartphone-App direkt auf der Baustelle

Schöck-Vorstandschef Mike Bucher fährt eine Digitalisierungsstrategie. „Unsere Produkte sind heute noch alle gegenständlich“, sagt er. Nun sollen IT-Lösungen, auch einsetzbar per Smartphone-App auf der Baustelle, hinzukommen. Schöck hat bereits eine 20-köpfige eigene Digitalabteilung. Mit der Beteiligung an generic.de sichere man sich deren Kompetenz.

„Wir holen uns Know-how ins Haus, weil das als Gesellschafter anders ist, als wenn man nur Kunde ist.“
Mike Bucher, Vorstandsvorsitzender Schöck AG

„Wir holen uns Knowhow ins Haus, weil das als Gesellschafter anders ist, als wenn man nur Kunde ist“, erläutert Bucher. Ideen für Software ließen sich zudem gemeinsam entwickeln. generic.de habe zudem die Chance, Schöck-Kunden für sich zu gewinnen.

„Wir wollen uns von den Kunden-Zielgruppen breiter aufstellen.“
Michael Puder, generic.de-Chef

Dies betont auch generic.de-Vorstandschef Michael Puder. „Wir wollen uns von den Kunden-Zielgruppen breiter aufstellen und unsere Geschäftstätigkeit ausbauen ins Baugewerbe. Da versprechen wir uns sehr viel allein durch den Namen Schöck.“ Zudem wolle man mit den Baden-Badenern gemeinsam digitale Produkte entwickeln.

Bauen ihre Partnerschaft aus: Mike Bucher, Vorstandsvorsitzender der Schöck AG (links), und der Chef der generic.de AG, Michael Puder. Foto: Schöck AG

Das Familienunternehmen Schöck wurde 1962 gegründet und hat weltweit rund 1.070 Mitarbeiter. Der Umsatz für 2020 beträgt laut Bucher voraussichtlich über 210 (2019: 206,8) Millionen Euro.

generic.de beschäftigt 75 Mitarbeiter und setzte 6,7 (2019: 6,0) Millionen Euro um. 1999 gegründet, sind sogenannte nachhaltige, transparente Softwarelösungen („Clean Code-Verfahren“) ein Kundenversprechen. Das heißt: Andere Programmierer oder gar Softwareunternehmen können zu einem späteren Zeitpunkt auf generic.de-Lösungen aufbauen.

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