Noch ist unklar, ob mit der Eingliederung von Heine in die Witt Gruppe auch ein Stellenabbau einher geht.
Noch ist unklar, ob mit der Eingliederung von Heine in die Witt Gruppe auch ein Stellenabbau einher geht. | Foto: jodo

Marke soll erhalten bleiben

Karlsruhe: Umstrukturierung bei Heine – Heine wird Teil von Witt Weiden

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Der Karlsruher Heine Versand wird im kommenden Jahr Teil der Witt Weiden Gruppe. Dies gab der Vorstand des Heine-Eigners Otto am Freitag gegenüber den knapp 400 Mitarbeitern bekannt. Heine soll allerdings als eigenständige Marke erhalten bleiben. Mit der Maßnahme soll das Karlsruher Mode-Unternehmen wieder profitabel werden.

Die Kosten müssten künftig gesenkt werden, teilte Pressesprecherin Constanze Kucharsky mit. Im Ende Februar abgeschlossenen Geschäftsjahr sank der Umsatz bei Heine um 14,5 Prozent auf 238 Millionen Euro. Zum Ergebnis machte die Otto Gruppe auf Nachfrage keine Angaben.

Standort Karlsruhe soll gesichert werden

Ob die Eingliederung bei Witt Weiden zu einem Stellenabbau führen wird, könne aktuell ebenfalls noch nicht gesagt werden. Man müsse „erst die Ergebnisse der Verhandlungen mit den Betriebsräten abwarten“, sagte Otto-Sprecher Martin Zander. Generell sei jedoch die Sicherung des Standortes Karlsruhe „eines der wichtigsten Ziele und einer der Hauptgründe für die geplante funktionale Anbindung von Heine an die Witt Gruppe“.

Bessere Einkaufskonditionen im Verbund

Wie üblich bei einer solchen Zusammenlegung sollen vor allem Synergieeffekte geschaffen werden, um die Kosten zu drücken. „Im Verbund mit der Witt Gruppe lassen sich zum Beispiel bessere Einkaufskonditionen als aktuell möglich erzielen“, machte Zander deutlich. Er bezeichnete die Entwicklung des Geschäftsmodell des 1951 in Karlsruhe gegründeten Traditionsunternehmens als „schwierig“, was sich letztlich auch am sinkenden Umsatz zeige. Durch die funktionale Anbindung an die Witt Gruppe wolle Otto Heine wieder nachhaltig erfolgreich machen.

Negative Entwicklung

Genauere Angaben zu möglichen Umstrukturierungsmaßnahmen können laut Zander nicht gemacht werden. „Die genauen Planungen werden Teil der jetzt anstehenden Gespräche und Verhandlungen mit den Betriebsräten sein“, hieß es.

Bei Heine geht es bereits seit einigen Jahren stetig bergab. Im Geschäftsjahr 2011/2012 hatten die Karlsruher noch einen Umsatz von mehr als 520 Millionen Euro. Im Jahr 2015 wurde zuletzt der Abbau von etwa 90 Stellen bis 2016 verkündet. Seither blieb die Mitarbeiterzahl relativ konstant.