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Süße Crêpes für den guten Zweck

Zwei Pforzheimer Waldorfschülerinnen möchten mit ihrer Crêperie für mehr Naturverbundenheit sorgen

Die beiden Schwestern Lina-Aurelia und Ida-Sophie Lutz verwöhnen die Marktbesucher am Pforzheimer Turnplatz bis zum Ende des Schuljahrs mit Leckereien in ihrer „La petite Crêperie“.

Französische Spezialität: Lina-Aurelia (rechts) und Ida-Sophie Lutz laden die Marktbesucher in ihre Crêperie auf dem Wochenmarkt am Turnplatz ein. Neben Crêpes servieren sie auch vegane und glutenfreie Galettes. Foto: Stefan Friedrich

Mit selbst hergestellten leckeren Teigspeisen ökologische Projekte des Waldkindergartens Pforzheim und des Naturschutzbundes unterstützen: Es ist eine Idee, die bei den Pforzheimern ankommt. Dahinter stecken zwei Schwestern, Lina-Aurelia und Ida-Sophie Lutz, 17 und 14 Jahre alt, die beide die Goetheschule besuchen. Bis zum Ende des Schuljahres wollen sie alle ein bis zwei Wochen auf dem Wochenmarkt auf dem Turnplatz mit ihrem Stand dabei sein und die Marktbesucher kulinarisch verwöhnen.

Bereits der erste Besuch vor einer Woche wurde gut angenommen. Abzüglich aller Kosten sind dabei 135 Euro zusammengekommen – zuzüglich von 300 Euro, die die beiden bei einem privaten Testlauf Anfang Oktober gesammelt haben. Und auch an diesem Samstag dauert es nicht lange, bis die ersten wieder neugierig vor der „La petite Crêperie“ – so nennen sie ihren Stand – mitten auf dem Turnplatz stehen bleiben.

Hier läuft kein Kind vorbei, das nicht mit einem Crêpes weitergeht.
Simone Ruf, Mutter der Schwestern

Darunter sind auch einige Radfahrer, die offenkundig von dem leckeren Duft angelockt worden sind, den die frisch zubereiteten Teigwaren verströmen. Besonders die jüngsten Marktbesucher können dem nicht widerstehen. „Hier läuft kein Kind vorbei, das nicht mit einem Crêpe weitergeht“, verrät Simone Ruf, die am Morgen ihre beiden Töchter Lina-Aurelia und Ida-Sophie auf den Wochenmarkt begleitet hat.

Die Idee zu dieser besonderen Aktion hatten die beiden Schwestern bei einem Urlaub in der Bretagne. Sowohl die süßen Crêpes, als auch die deftigen Galettes seien lecker gewesen und hätten es ihnen angetan, erzählt Lina-Aurelia, während Ida-Sophie an der heißen Crêpes-Platte steht und mithilfe eines kleinen Holzschiebers den Teig gleichmäßig verteilt: von innen nach außen, möglichst nicht allzu kräftig, sondern eher dünn, so wie es in der Bretagne gemacht wird. Später kommt noch Schokoladencreme oder ein bisschen geschmolzene Butter dazu.

„Dann wird´s knuspriger und kriegt eine schöne Farbe“, bemerkt Lina-Aurelia. Auch das ist einer der Tipps, den sie sich Anfang Oktober bei Paul-Valentin von Massow geholt haben. „Seine Mutter kommt aus der Bretagne“, erzählt Mutter Simone Ruf und Lina-Aurelia ergänzt: „Er hat uns gezeigt, wie man es richtig macht.“

Den Teig haben sie auch diesen Samstag wieder zu Hause vorbereitet. Für die Crêpes haben sie drei Kilogramm Mehl verwendet, dazu Eier und Milch. Die Galettes wiederum sind vegan und glutenfrei. Sie bestehen nur aus Buchweizenmehl und Wasser. „Das kennen die Leute noch nicht so“, sagt Lina-Aurelia. Deshalb haben sie den Teig hier auch nur mit eineinhalb Kilogramm Mehl hergestellt. Worauf sie dabei besonders stolz sind: Alle Zutaten stammen zu 100 Prozent aus biologischem Anbau. Passend zu ihrer Einstellung.

Wie wichtig es ist, mehr mit der Natur verbunden sein, das müsse man nämlich „viel mehr verinnerlichen“, betont Lina-Aurelia, am besten schon im Kindesalter. Auch deshalb wollen sie mit dieser Aktion kein Geld verdienen, sondern den Erlös auch dem Waldkindergarten spenden, den sie früher selbst besucht haben.

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