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Fußball in Südbaden

SV Mörsch und FV Würmersheim wollen in der Landesliga bleiben

Der SV Mörsch und der FV Würmersheim kämpfen in der Landesliga, Staffel 1, des Südbadischen Fußball-Verbandes um Punkte. In der aktuellen Spielpause machen sich die Verantwortlichen beider Vereine Gedanken, wie der Verbleib in der Liga zu realisieren ist.

Gemeinsam aus dem Tabellenkeller: Der SV Mörsch ist in der südbadischen Landesliga, Staffel 1, zwar nur Vorletzter, hofft aber, mit vereinten Kräften den drohenden Abstieg abzuwenden. Foto: Hans-Jürgen Collet

Nach der desaströsen Verbandsliga-Saison 2019/20 mit nur einem Sieg und drei Unentschieden bei 11:57 Toren haben die Verantwortlichen des SV Mörsch lange um den „freiwilligen Abstieg“ aus der obersten südbadischen Fußball-Klasse gekämpft, ehe sie von den Verbandsoberen erhört worden sind.

Gerade der personelle Aderlass war in den vergangenen zwei Jahren heftig, die sportliche Konsolidierung schien eine Klasse tiefer einfacher zu sein. Mit jungen, vielversprechenden Talenten und einigen reaktivierten Routiniers sollte ein Neuanfang gewagt werden.

Mit Christian Hofmeier konnte ein „alter SVMler“ als neuer Coach gewonnen werden. Dabei war und ist den Verantwortlichen um den sportlichen Leiter Pascal Huber die Schwere der Aufgabe bewusst, weshalb Hofmeier in Ruhe an der Entwicklung der Mannschaft arbeiten kann.

Dass nun das negative Szenario „Abstiegskampf“ eingetreten ist, hat man in der Form in der Sandgrube aber nicht erwartet. Nach neun Spielen steht Mörsch mit sieben Punkten (zwei Siege, ein Remis) auf dem vorletzten Rang. „Wir sind aber nicht weit vom rettenden Ufer entfernt“, so Hofmeier, der mit seinem Team vor allem vom Kollektiv lebt. „In der Landesliga gilt es für uns, nicht nur zu verteidigen, sondern wir müssen auch mehr Risiko gehen. Das muss mein Team erst lernen.“

Nur zwölf Tore erzielt

Mit zwölf Treffern ist der SVM im Offensivranking im unteren Bereich angesiedelt. Alleine vier Treffer hat der junge Jonas Mohr erzielt, nur Nico Franjic und Philipp Würz ist außer Mohr mehr als ein Treffer gelungen, nämlich zwei. Trotzdem geht Hofmeier die restlichen Spiele zuversichtlich an. „Wir wollen den Abstiegskampf erfolgreich bewältigen. Die Zusammenarbeit mit der Mannschaft ist sehr gut. Auch haben bereits 80 Prozent der Spieler für die kommende Saison zugesagt, was für den Verein spricht.“

Zwei Dinge, die er auf seinen bisherigen Trainerstationen in dieser Form noch nicht erlebt hat, sind im bisherigen Saisonverlauf für den SVM-Coach überragend . „Ich habe um mich herum sieben Personen im Spielbetrieb. So viele Leute, die sich um die Mannschaft kümmern, das ist einzigartig. Auch dass wir im Training immer drei Torhüter zur Verfügung haben, ist optimal.“ Diese Faktoren stimmen die Verantwortlichen in der Sandgrube optimistisch, dass am Ende der Saison das rettende Ufer erreicht ist.

Für Trainer Jung ist die Entwicklung beim FV Würmersheim noch nicht abgeschlossen

Nach dem zehnten Rang in der abgebrochenen Landesliga-Saison 2019/20 hatte der FV Germania Würmersheim für die laufende Runde in der aufgestockten Landesliga zwei Ziele: die individuelle Weiterentwicklung der Spieler sowie der Klassenverbleib.

Um nichts mit dem Abstieg zu tun zu bekommen, wurde die Mannschaft verstärkt. Zehn Spieler von auswärts wurden geholt, drei Spieler kamen aus der eigenen Jugend. Durch den Verbandsliga-erfahrenen Samuel Kleber (Kuppenheim) sowie Luca Mahler und Jean Claude Sewonou (beide von Ligakonkurrent Loffenau) wurde der Kader auch qualitativ verbessert. Eine Entscheidung, die sich vor dem Hintergrund von bis zu acht angeschlagenen Spielern absolut bewährt hat.

Lange Verletztenliste

Die lange Verletztenliste führte dazu, dass auch die A-Jugendlichen Mathis Blumenstein und Jona Bauer viel Einsatzzeit bekamen. Bauer ist bis dato neben Marcel Roth mit drei Treffern bester Torschütze bei den Germanen. Dies zeigt aber auch, wo der Schuh drückt. Während man sich auf die Defensive bei erst zwölf Gegentoren verlassen kann, ist die Offensivqualität bei nur 14 Treffern verbesserungswürdig.

Nicht nur dieser Aspekt führt dazu, dass Trainer Manuel Jung mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht ganz zufrieden ist. „Die sportliche Entwicklung des Teams ist in Ordnung, auch was wir teilweise auf dem Platz liefern, ist okay.“ Vor diesem Hintergrund ist für den FVW-Coach die erreichte Punktezahl aber unbefriedigend.

Dabei wiegen nicht nur die zwei Heimniederlagen gegen Oberwolfach und Ulm, die durch individuelle Fehler begünstigt wurden, schwer, noch mehr ärgern den Übungsleiter die Unentschieden in Mörsch und Niederschopfheim. Jeweils in numerischer Überzahl musste der FVW in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen. „Hätten wir diese verlorenen Punkte noch auf dem Konto, wäre ich super zufrieden. So gilt es, an diesen Dingen anzusetzen, um in den restlichen Partien die notwendigen Punkte zu holen.“

Die Ungewissheit und der fehlende Rhythmus sind dem Ganzen sicherlich nicht förderlich.
Manuel Jung, Trainer des FV Würmersheim

Trainer Jung, der für die kommende Runde verlängert hat und damit in seine neunte Saison (mit einem Jahr Unterbrechung) beim FWW geht, wünscht sich, dass zumindest die Hinrunde noch zu Ende gespielt werden kann. „Die Ungewissheit und der fehlende Rhythmus sind dem Ganzen sicherlich nicht förderlich. Aber die Gesundheit aller Akteure hat absoluten Vorrang.“

Wenn es denn so sein sollte, dass noch sieben Spieltage absolviert werden können, dann wäre es Jungs Wunsch, dass der momentan erreichte einstellige Tabellenplatz gehalten werden kann. Geht dies einher mit der Weiterentwicklung der Mannschaft, könnte man bei den Germanen auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken.

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