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Händewaschen und Desinfektion

Coronavirus: Ettlinger Schulen setzen auf mehr Hygiene

Mit Anleitungen für das richtige Händewaschen und Desinfektionsmittel-Spendern rüsten sich die Schulen in Ettlingen und dem Umkreis gegen das Coronavirus. Noch ist die Lage entspannt, berichten Schulleiter. Nur wenige Kinder blieben am ersten Tag nach den Fastnachtsferien dem Unterricht fern.

Mit Zetteln wie diesen werden die Jungs und Mädchen an der Ettlinger Schillerschule darauf hingewiesen, sich die Hände richtig zu waschen. Foto: Trauden

Gründlich Händewaschen, nicht in die Hand niesen und wenn’s geht das Handschütteln vermeiden: Mit praktischen Tipps zur Verhinderung einer Infektion mit dem Coronavirus wurden die Jungen und Mädchen an den Schulen in Ettlingen und Umgebung am ersten Schultag nach den Ferien begrüßt.

Zwei Schüler hatten Urlaub in der Lombardei verbracht

In einer Mitteilung hatte sich das Stuttgarter Kultusministerium zuvor an Schulen gewandt und sie über Präventionsmaßnahmen gegen die Verbreitung der Infektionskrankheit informiert. Der geschäftsführende Schulleiter in Ettlingen, Helmut Obermann, hat nur Kenntnis von zwei Schülern am Albert-Magnus-Gymnasium, die wegen der Hinweise aus Stuttgart am Unterricht nicht teilnahmen. Sie hatten den Urlaub in der Lombardei verbracht, wo sich bereits viele Menschen mit dem Virus infiziert haben.

Kultusministerium informierte Schulen über Umgang mit Virus

Die beiden Schüler hätten sich zur ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus begeben, berichtet Obermann. In einem Fall sei bereits Entwarnung gegeben worden. Dennoch darf der Betroffene nun zwei Wochen lang die Schule nicht besuchen. Denn laut Robert-Koch-Institut beträgt die Inkubationszeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit bis zu 14 Tage.

Den Elternvertretern habe man bereits am Wochenende das vom Kultusministerium an die rund 5.000 Schulen in Baden-Württemberg versandte Schreiben zum Umgang mit dem Virus weitergeleitet, sagt Obermann. Viele Schulen hätten es zudem auf ihren Internetseiten veröffentlicht. Die Lehrer seien aufgefordert worden, ihren Schülern zusätzlich das richtige Hygieneverhalten näherzubringen. „Die Lage an den Schulen ist ganz unaufgeregt“, beschreibt Obermann die Situation.

Ich habe nicht das Gefühl, dass
die Angst jetzt aufgekommen ist.Doris Wesserling, Schulleiterin in Rheinstetten

die Angst jetzt aufgekommen ist.

Ich war erstaunt, dass nur acht Schüler von 170 heute zu Hause geblieben sind.
Rolf Nold, Schulleiter in Waldbronn

Überrascht über die geringe Zahl an Schülern, die dem Unterricht ferngeblieben sind, zeigt sich gar Rolf Nold, Leiter der Anne-Frank-Schule in Waldbronn: „Ich war erstaunt, dass nur acht Schüler von 170 heute zu Hause geblieben sind“, sagt er. Das entspreche der üblichen Quote nach den Ferien im Winter. Nold hatte mit rund 30 Krankmeldungen gerechnet. „Es gibt keine Hysterie hier“, sagt er.

Desinfektionsmittel-Spender werden in Karlsbad verteilt

An den Karlsbader Schulen verteilt die Gemeinde in den kommenden Tagen Spender für Desinfektionsmittel, berichtet Christian Wehrle, Direktor des Gymnasiums im Ortsteil Langensteinbach. Hysterie hält er nicht für angebracht – eine Unterschätzung des Risikos aber für ebenso falsch. „Es ist sicher gut, bei Schülern das Bewusstsein zu schärfen“, sagt er.

Der Montagmorgen habe deshalb mit einer Hygieneschulung begonnen – und mit einer kleinen Geografie-Stunde: „Wir haben uns damit beschäftigt, welche Gebiete zur Lombardei zählen“, sagt Wehrle. Einige Schüler hätten den Skiurlaub in Südtirol verbracht und seien nicht sicher gewesen, ob das ein Risikogebiet ist – laut Robert-Koch-Institut ist es das nicht.

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