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Neues von der Ettlinger Rassismus-Debatte

Diskussion um Ettlinger Mohrenstraße brodelt weiter

Um den Name der Ettlinger „Mohrenstraße” ist eine Diskussion um Rassismus und eine mögliche Umbenennung entbrannt. Vorschläge und Wortmeldungen gibt es derzeit aus verschiedenen Richtungen.

Standesgemäße Präsentation: Der Wirt vom Drei Mohren mit seinem Personal auf einer Postkarte um 1903. Foto: Briefmarkensammlerverein Rolf Schulz

Im Festtagsgewand stehen sie vor dem Gasthaus: Das „Drei Mohren” war ehedem ein wichtiger Treffpunkt der Ettlinger Gesellschaft. Gegenüber des Gebäudes ging es in die Mohrenstraße. Der Streit um den „Mohr” hat nun auch bei Rolf Schulz vom Ettlinger Briefmarkensammlerverein Aktivität ausgelöst. Er schaute in seinem Archiv nach alten Postkarten des untergegangen Gasthauses. Zutage förderte er die Postkarte „Gruß aus Ettlingen” mit drei Motiven aus dem Jahre 1914 mit einer grünen Fünf-Pfennig-Briefmarke, die Kaiser Wilhelm II zeigt.

Alte Postkarten vom „Drei Mohren”

Zu sehen ist auf der Ansichtsseite unter anderem eine Aufnahme vom Gasthaus „Drei Mohren” an der Rheinstraße und der Biergarten. Eine noch ältere Postkarte, datiert auf 28. März 1903, zeigt das Gasthaus samt Familie und Bedienungen von Wirt Hermann Schäfer.

Und schließlich noch ein neues Postkartenexemplar aus dem Jahre 1957 mit einer Zehn-Pfennig Briefmarke, die das Konterfei von Bundespräsident Theodor Heuss ziert. Auf dieser „hauseigenen” Postkarte heißt das Gasthaus „Zu den Drei Mohren”, genannt wird Ottmar Brodbeck, Metzgermeister, als Inhaber. „Bekannt gute Küche und Keller, Fremdenzimmer mit fließend Wasser, Garage” ist auf dem Werbeaufdruck noch zu lesen. Auf der Ansichtsseite der Postkarte sind Gasthaus, Biergarten, Speisesaal und noch ein Ettlinger Motiv mit Rathaus, Martinskirche und Alb zu sehen.

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