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Handel stellt sich neu auf

„Es ist ein Neustart“: Der Frühjahrsmarkt in Malsch wird ein anderer sein

Der Malscher Frühjahrsmarkt hat Tradition. Doch an dieser nagte Corona unübersehbar. Die Marktbeschicker kamen vielfach in Nöte. Der nun als „Neustart“ organisierte Markt mit verkaufsoffenem Sonntag wird spannend – die Reihen wurden innovativ aufgefüllt.

Die Aktionen des Handels zum Jahrmarkt mit Verkaufssonntag punkteten in der Vergangenheit mit Kreativität – hier eine Modenschau vor der Corona-Pandemie. Foto: Marcel Brussé/IG Malsch

Alles bleibt wie es war? Das gilt nicht für den traditionellen Malscher Frühjahrsmarkt, der am Sonntag nach der Corona-Zwangspause wieder an den Start geht. Und auch für den Handel ist der sonnig angesagte verkaufsoffene Sonntag von 13 bis 18 Uhr ein Gradmesser – es ist ein Hoffen und Bangen.

Ohne Unterstützung durch die eigenen Bürger werden die Geschäfte in Malsch in großen Nöten bleiben, dies wurde schon mehrfach im Gemeinderat und auch vom Bürgermeister betont. Der Verkaufssonntag gilt daher als Nagelprobe, wie es um die Solidarität mit dem heimischen Handel bestellt ist.

„Die Leute sind verunsichert und überlegen beim Einkauf, die Preise steigen ja überall“, gibt Wolfgang Elsässer, Vorsitzender der Interessensgemeinschaft (IG) Malsch, zu bedenken.

Rund 50 Aussteller werden beim Frühjahrsmarkt in Malsch dabei sein

Die IG des Malscher Einzelhandels organisiert das Treiben. Das sei nicht leicht, viele Geschäftsinhaber seien am „Röteln“, so manchem sei Personal ausgegangen, weshalb Chefin oder Chef selbst mehr im Verkauf engagiert sein müssen. Das gehe ihm selbst in seinem Modegeschäft nicht anders.

„Es wird eine ganz neue Marktmeile“, betont Elsässer. Was vom Mühlenplatz bis zum neu geschaffenen Plätzchen mit Wasserspiel nahe des Adlerkreisels an Marktbeschickern anrückt, das gab es so in der Vergangenheit nicht.

Manchen der traditionellen Anbieter habe Corona den Garaus gemacht, andere gingen nur noch auf große Märkte, um sich durch mehr Umsatz über Wasser zu halten, erzählt IG-Schriftführer Marcel Brussé. Ganz weg sei das alte Gewerbe keinesfalls, ob Meerrettich-Stand oder Honigverkäufer. Rund 50 Aussteller werden es jedenfalls insgesamt sein, die den Innenort bevölkern.

Trotz Existenzsorgen hat der Handel in Malsch Nachwuchs zu zeigen

In den Geschäften gebe es natürlich Aktionen, von Rabatten bis hin zu Gutscheinen. Nicht nur entlang der Hauptstraße, am verkaufsoffenen Sonntag ist traditionell auch das große Möbelhaus Polster Otten in der Siemensstraße mit dabei.

Es sind gute neue Anbieter mit dabei.
Marcel Brussé, Schriftführer IG Malsch

Brussé ist guter Dinge, denn es seien „gute neue Anbieter dabei“. Wie hat man die Reihen aufgefüllt? Teils wurden zum üblichen Imbiss-Geschäft auch heimische Gastronomen hinzu genommen, die ihre Kochkünste präsentieren. Zwei Kinderkarussells werden ihre Runden drehen, Entenangeln, Pfeilwurfbude und Dosenwurfstand bauen auf. Ab 13.30 Uhr spielt der Musikverein Malsch auf, Liedermacher Marco Augusto gebe bei der „Genussecke“ Gesangskostproben.

Ein buntes Treiben sei es somit vielleicht mehr denn je. „Es wird spannend“, blickt Brussé voraus. „Es ist ein Neustart.“ Die Plattform nutzt mancher Verein, etwa Vereinsjubilar MSC Malsch zum 75-Jährigen. Der informiert zum Thema Motorsport und vergibt Freikarten für Motoball-Spiele.

Und trotz mancher Existenzsorgen, habe der Handel auch Nachwuchs zu zeigen. Die „Scheune Nummer 131“ mit Deko-Ideen und Blumenarrangements hat jüngst eröffnet und hoffe auf neugierige Besucher. Die seien nötig, für alle, unterstreicht IG-Chef Wolfgang Elsässer. Der angekündigte Sonnenschein sei ein Mutmacher. „Wir hoffen einfach, dass die Menschen kommen.“

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