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Nachfolger gefunden

Überraschung bei der Volksbank Ettlingen : Vorstandssprecher Wolfram Trinks hört früher auf als erwartet

Der Vorstandssprecher der Volksbank Ettlingen, Wolfram Trinks, zieht sich früher zurück als erwartet. Zum 1. Januar ist ein Nachfolger für den langjährigen Chef gefunden.

Ende 2020 ist Schluss: Der langjährige Vorstandssprecher Wolfram Trinks geht früher als erwartet in den Ruhestand. Foto: Archiv Andrea Fabry

Überraschung bei der Volksbank Ettlingen: Wolfram Trinks, langjähriger Vorstandssprecher, scheidet zum Jahresende aus dem Kreditinstitut aus und geht früher in den Ruhestand als eigentlich erwartet.

Entsprechende BNN-Informationen bestätigte am Freitag der Aufsichtsratsvorsitzende Alexander Schreiber. Zutreffend sei auch, dass mit Matthias Heck zum 1. Januar der gewünschte Nachfolger gefunden sei. Man habe den 41-Jährigen im Aufsichtsrat einstimmig gewählt.

Gerüchten in der Stadt, der Wechsel an der Spitze der einzigen noch selbstständigen Bank in Ettlingen und im Albtal sei von Unstimmigkeiten begleitet und Trinks gehe nicht freiwillig, trat Schreiber entgegen. „Die Volksbank hat Wolfram Trinks sehr viel zu verdanken. Er wäre länger geblieben, hätten wir bei unserer Suche nicht so schnell eine gute personelle Lösung gefunden.“

Mit Matthias Heck, der seit eineinhalb Jahre Vorstandsmitglied der Sparkasse Gengenbach ist, kehre ein „Eigengewächs“ der Volksbank nach Ettlingen zurück. Ausgeschrieben war die Nachfolge von Wolfram Trinks bundesweit. Er wird im Januar 64 Jahre alt.

Matthias Heck kennt unser Haus - von den Kunden bis zur Revision.
Wolfram Trinks, scheidender Vorstandsspecher

Der scheidende Vorstandssprecher ließ wissen, er freue sich über die Wahl Hecks, der seine Ausbildung einst bei der Volksbank Ettlingen gemacht und sodann die komplette Aufstiegsfortbildung der genossenschaftlichen Organisation durchlaufen habe. „Er kennt in unserem Haus alles – von den Kunden bis zur Revision“.

Dienstantritt zu Zeiten des Flowtex-Desasters in Ettlingen

Wolfram Trinks kam 2003 aus Waldbronn nach Ettlingen, nachdem er zuvor erfolgreich die Raiffeisenbank Albtal mit der Volksbank fusioniert hatte. Seinen Posten als Vorstandssprecher trat in der Zeit des Flowtex-Desasters an und machte die Volksbank in den Folgejahren wieder zukunftsfähig. Er kämpfte sowohl für den Neubau des Kreditinstituts an der Wilhelmstraße als auch für die Selbstständigkeit des Hauses. Beides erfolgreich.

Lag die Bilanzsumme der Volksbank 2004 bei gut 580 Millionen Euro, so betrug sie 2018 knapp 840 Millionen Euro. Der Personalbestand verringerte sich in der Zeitspanne von damals 230 auf aktuell 160 – Folge von Online-Banking, zunehmender Digitalisierung und damit auch Filialschließungen.

2020 gab es bislang keine Vertreterversammlung aufgrund der Corona-Pandemie. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 wird Wolfram Trinks zusammen mit seinem Vorstandskollegen Thomas Reinig erst Mitte November präsentieren.

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