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Tiefgarage soll ab Freitag wieder offen sein

Badisches Staatstheater: Baustellen- und Kulturprogramm am Theatertag

Das Badische Staatstheater startet in die neue Saison. In den Sommerferien wurde intensiv am neuen Zugang gearbeitet. Was sich getan hat, will man beim Theatertag zeigen. Dort hat sich die Sommerferien über viel getan.

Es geht voran: Auf der Seite der Kriegsstraße wird derzeit am Fundament für den neuen, übergangsweise genutzten Theaterzugang gearbeitet. Foto: Peter Sandbiller

Nicht mit einem großen Fest, aber doch mit einem Theatertag startet das Badische Staatstheater am Samstag, 19. September, in die neue Spielzeit. Ab 11 Uhr gibt es nicht nur Einblicke in diverse Produktionen, sondern auch in das Baustellengeschehen. Und da hat sich die Theaterferien über einiges getan. „Diese Zeit wurde wirklich voll ausgenutzt“, erklärt Eva Geiler, Pressesprecherin des Staatstheaters. Schließlich gab es weder Proben noch Aufführungen, bei den der Baustellenlärm hätte stören können.

Offiziell befindet sich die aktuell mit bis zu 500 Millionen Euro kalkulierte Sanierung und Erweiterung in der Phase der Vorarbeiten. „Und die liegen voll im Plan“, versichert Eva Geiler. Wer vor dem Theater steht, kann auf der linken Seite schon in Umrissen den provisorischen Zugang erkennen: Pfeiler wurden im Boden einbetoniert. Sie sind Teil des Fundaments für das pavillonartige Entree.

„Das Fundament soll im Dezember fertig sein, dann kann der Aufbau des neuen Eingangs beginnen“, erläutert die Pressesprecherin. Zum Start der Spielzeit 2021/22 sollen die Besucher dann den neuen Eingang nehmen. Eine Tür zum bestehenden Theaterbau wurde bereits eingelassen. Damit niemand von dort aus Versehen in die Baustelle tritt, ist der Durchlass derzeit mit Spanplatten gesichert.

Soft-Opening im Frühjahr 2021

Voraussichtlich ab dem kommenden Frühjahr ist eine softe testweise Öffnung des neuen Gebäudeteils geplant. Erst wenn dort alles läuft, können das heutige Kassenfoyer, das Abobüro, die Garderobe und die Gastronomie abgerissen werden. Im neuen Foyer ist ein Cafe geplant, das möglichst schon tagsüber geöffnet sein soll. Ihren Platz soll in dem Bau auch die Abendkasse finden.

Die Tageskasse und eine Information wiederum werden im K-Punkt unterkommen: Diese Infostelle der Kombilösung soll vom nächsten Jahr an während der Bauzeit vom Theater genutzt werden.

Wo derzeit links vom Theater der Bauzaun verläuft, wird eine Rampe barrierefrei in den Übergangszugang und damit ins Theater leiten. Auch neu angelegte Treppenstufen führen vor dem Gebäude in den Untergrund – in die Tiefgarage. Pünktlich zum Theatertag soll das zuletzt komplett gesperrte Parkhaus wieder geöffnet werden, wenn alles klappt bereits am Freitagnachmittag, wie Eva Geiler sagt.

Neuer Ausblick: In der Tiefgarage des Staatstheaters wurde ein Durchbruch zur Finterstraße vorgenommen. Hier sollen künftig die Autos in das Parkhaus hineinfahren. Foto: Peter Sandbiller

Wegen der weiter laufenden Bauarbeiten fallen zunächst aber noch 80 der insgesamt 420 Stellplätze weg.

Die Ein- und Ausfahrt bleibt zunächst wie gehabt an der Baumeisterstraße – wobei die künftige Einfahrt in der Finterstraße bereits Formen annimmt: Der Durchbruch ist geschafft. An der Kriegsstraße wiederum sollen die Autos künftig das Parkhaus verlassen. Dort wird noch gebaut. Geplant ist, dass im Lauf der Spielzeit die neuen Zu- und Abfahrten sowie das neue Treppenhaus in Betrieb genommen werden.

Gestaltung des zukünftigen Außenareals ist noch offen

Fertig sein soll das neue Staatstheater 2032, was zwei Jahre später ist, als einst in Aussicht gestellt. Der Theaterleitung schwebt ein für alle offenes Haus unter anderem mit frei zugänglichen Arbeitsplätzen im Foyer vor. Wie in vergleichbaren Häusern weltweit könnte sich dann jeder mit seinem Laptop einen Platz suchen und auch kostenloses WLAN nutzen.

Einige Bühnen bieten zudem Nähmaschinen-Arbeitsplätze an und haben Bibliotheken, Kinderspielplätze und frei zugängliche Versammlungsräume.

Wie der Außenbereich vor dem Staatstheater gestaltet wird, ist noch nicht geklärt. Unter anderem gibt es Ideen, dort Angebote für Skater zu machen. Offen ist derzeit, wie teuer diese Gestaltung wird. Dies ist ein Punkt, warum die aktuell genannten Baukosten auch mit einem Fragezeichen versehen werden müssen.

Eine kontinuierliche Steigerung der Baupreise wurde hingegen für eine Zeitspanne von zehn Jahren bei den 500 Millionen Euro schon einkalkuliert. Anders sieht es aus bei den nötigen Interimslösungen: Unklar ist nämlich noch, wo das Staatstheater in der Zeit von 2029 bis 2032 eine Ausweichspielstätte für das dann nicht mehr nutzbare Große Haus findet. Eine Zeltlösung war zuletzt ebenso im Gespräch wie die Nutzung einer Halle am Rheinhafen.

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