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120 Höhenmeter

Turmberg Trophy 2021: In viereinhalb Minuten auf den Karlsruher Turmberg

Seit fast 20 Jahren Jahren findet das Turmbergrennen in Karlsruhe-Durlach statt – mit dem Fahrrad vom Friedhof an der Neßlerstraße hoch bis nach ganz oben zum Turm. So war das Rennen in diesem Jahr.

Fast zwei Kilometer sind zu fahren, 120 Höhenmeter zu überwinden. Aber die Turmberg Trophy ist immer gut besucht. Foto: Rake Hora

Die Karte reinstecken bis es ratscht, herausziehen, die kleine Glocke bimmelt, und ab geht die Post. „Go! Go! Go! Go!“ Das Anfeuern macht Stephan Kallauch sichtlich Spaß. Manchen muss man gar nicht mehr erklären, was sie machen müssen, sie kommen jedes Jahr. So wie Ulrich Liebmann: „Ich bin mit meinem Rennrad oft draußen, und eigentlich trainiere ich auf Ausdauer, nicht auf Kraft. Und da ist der Turmberg ein richtiges Monster. Aber es macht Spaß.“

Fast zwei Kilometer sind zu fahren, 120 Höhenmeter zu überwinden – das „Monster“ ist der Teil mit der 13 Prozent Steigung. Vergangenes Jahr wurde wegen den strikten Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie aus dem Fahren im Pulk die Turmberg Trophy, ein Einzelzeitfahren von 8 bis 22 Uhr.

192 Teilnehmer waren dabei. Bei der zweiten Auflage am Sonntag sind es mehr. „Schon um 8 Uhr waren viele unterwegs“, sagt Kallauch, einer der Organisatoren, um 11 Uhr, „das werden deutlich mehr als 200. Ich schätze, wir kommen heute auf mindestens 300“.

Anders als beim Turmbergrennen gibt es bei der Trophy keine Anmeldungen: Man bekommt eine Karte, die man ausfüllen muss und mit dem Datum und der genauen Zeit abstempelt wird und am Ziel noch einmal – die Daten werden dann in den „Turmbergomat“ eingegeben, der auch im Netz einzusehen ist. Die Fahrzeit, sagt Kallauch, sei nicht so exakt wie bei den traditionellen Turmbergrennen, denn das Halten und Abstempeln koste etwa eine halbe Minute. Aber darum geht es den meisten Radlern nicht.

Streckenrekord der Turmberg Trophy liegt bei 3:34 Minuten

Natürlich möchten sie auch gewinnen, Luca, um 13 Uhr mit seinen 4:28 Minuten auf dem ersten Platz, hat sich sogar überlegt, noch einmal hochzufahren, weil er meint, das noch besser hinzukriegen. Der Streckenrekord liegt bei 3:34 Minuten. „Für die meisten ist es doch eher ein Familienausflug, noch dazu am Muttertag“, sagt Organisatorin Gloria Schmid.

Viele Kinder und Jugendliche sind dabei wie die siebenjährige Liesbeth, sie alle bemühen sich tapfer und sind sogar, wie der zehnjährige Finn mit 6:40 Minuten richtig gut. Und es sind durchaus nicht nur Rennräder dabei, auch normale Stadt- und Tourenräder sind zu sehen. „Natürlich trifft sich hier auch der Spitzensport, aber für viele gehört es einfach zur Radkultur dazu, mitzumachen“, sagt Schmid. Und berichtet von einer älteren Dame, die sich in der Kurve am Brunnen erst einmal ausruht, bevor sie bis ganz oben fährt.

Nicht nur die Stadt Karlsruhe war begeistert, dass der Verein Lemminge, Betreiber des „Turmbergomats“, auch dieses Jahr das Rennen stattfinden ließen. „Auch die Sponsoren sind sofort wieder angesprungen und haben ihre Preise gestiftet“, sagt Schmid. Jeder Teilnehmer bekommt am Ziel ein Tütchen mit einer Süßigkeit und Gutscheine von einem Obsthof.

Den Siegern in den jeweiligen Altersklassen winkt ein größerer Preis, der nächste Woche vergeben wird. Für den 25. September haben die Organisatoren übrigens das nächste Turmbergrennen terminiert Wenn es die Pandemie zulässt, sollen die Sportler dann wieder Rad an Rad um die Podestplätze kämpfen.

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