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Hunderttausende Anrufe

Karlsruher Behördenhotline 115 überlastet: Weniger als die Hälfte der Anrufer kommt durch

Unter der einheitlichen Behördenhotline 115 sollen Bürger zentral Antworten auf ihre Fragen bekommen. Oft bekommen sie dort aber gar niemanden ans Telefon.

Kein Durchkommen: Wer die Behördennummer 115 anruft, muss sich oft lange gedulden oder es mehrmals probieren. Foto: Markus Scholz/dpa

Die Behördenrufnummer 115 ist seit Monaten nur mit viel Geduld zu erreichen. Im Juli mussten Anrufer durchschnittlich fast sechs Minuten warten, ehe sie ihr Anliegen vortragen konnten. Am Vormittag dauert es meist noch deutlich länger. In drei von vier Fällen legen die Menschen zur Zeit auf, bevor sie im gemeinsamen Service-Center der Stadt und des Landkreises landen.

Die Corona-Krise hat das Problem deutlich verschärft, vorhanden war es aber schon vorher, bestätigt der Karlsruher Ordnungsamtsleiter Björn Weiße. Man sei händeringend auf der Suche nach Lösungen, fühlt sich aber von Bund und Land im Stich gelassen.

„Es kann so nicht weitergehen, sonst scheitert die 115 am eigenen Erfolg”, sagt Weiße. Völlig überlastete Callcenter seien kein Karlsruher Phänomen, die meisten Kommunen litten darunter. Seit Jahren fehlen technische Lösungen, um die steigende Nachfrage bewältigen zu können.

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