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Ausflugstipps für den 25. und 26. Dezember

Neobiota, BioMedien und mehr: Museen in Karlsruhe, Baden-Baden und Pforzheim bietet besuchenswerte Ausstellungen

Die Museen der Region sind an Weihnachten und den Tagen danach geöffnet. Sonderausstellungen zum Wandel der Natur, künstlicher Intelligenz, Konsumverhalten sowie fotografischer Kunst und Jugendstil machen einen Besuch attraktiv.

„Gefechtspause III“: Der Digitaldruck stammt von Katharina Sieverding. Er ist derzeit im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen. Foto: Klaus Mettig/VG Bild-Kunst Bonn 2021

Bescherung, Festessen – und vielleicht ein Museumsbesuch? Wer das Weihnachtswochenende nicht komplett zu Hause verbringen will, kann ein Museum ansteuern.

Die Häuser der Region haben an mindestens einem Tag geöffnet, sie werben mit lohnenswerten Sonderausstellungen.

Für den Besucher gelten die aktuellen Corona-Regeln. Besucher müssen geimpft und/oder genesen sein, manchmal ist zudem der Nachweis eines negativen Test nötig. Bitte informieren Sie sich, bevor Sie sich auf den Weg machen.

„Neobiota – Natur im Wandel“ im Naturkundemuseum Karlsruhe

Die deutsche Küche ohne Kartoffeln – undenkbar. Dass die Pflanze aber eigentlich gar nicht nach Europa gehört, vergessen wir gerne. Die Amerikanerin ist ein Neobiota, genauso wie Paprika und der weniger beliebte Waschbär.

Wie beeinflussen fremde Arten ihre neue Heimat? Das Naturkundemuseum Karlsruhe stellt sich in der Ausstellung „Neobiota“ dieser Frage. Foto: SMNK

Den Tieren und Pflanzen, die ursprünglich nicht hier zu Hause sind, sondern erst durch den Menschen nach Deutschland kamen, widmet sich die Große Landesausstellung im Naturkundemuseum Karlsruhe. Das Haus in der Erbprinzenstraße 13 geht unter der Überschrift „Neobiota – Natur im Wandel“ der Frage nach, wie die Einwanderer ihre neue Heimat verändert haben. Sie können sowohl Bedrohung als auch Bereicherung sein.

Die Schau ist thematisch in acht Bereiche untergliedert. Ein Kapitel beschäftigt sich mit den Rückkehrern. Sind Wolf und Biber bei uns wieder willkommen? Zudem wird der Blick in die Zukunft geworfen.

Das Naturkundemuseum hat dieses Wochenende nur am zweiten Weihnachtfeiertag geöffnet (von 10 bis 18 Uhr). Wer am Sonntag, 26. Dezember, keine Zeit hat, kann den Besuch nachholen. Die Ausstellung läuft bis zum 11. September, in der letzten Woche des Jahres ist sie von Dienstag bis Donnerstag von 9.30 bis 17 Uhr zu sehen. Weitere Infos: Telefon (0721) 1752111 und www.smnk.de.

„BioMedien“ im ZKM in Karlsruhe

Einer anderen Art des Zusammenlebens wendet sich das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) zu. Gibt es künftig ein Miteinander von Menschen und Robotern? Oder von Pflanzen und künstlicher Intelligenz? Mit der Ausstellung „BioMedien“ will das ZKM eine Diskussion anstoßen.

60 Künstler haben sich mit dem Thema beschäftigt und visionäre Formen einer gemeinsamen Zukunft entworfen. Auch Tieren, die bereits ausgestorben sind, wird künstliches Leben eingehaucht. Die Objekte und Installationen verfolgen unterschiedliche Ansätze.

Das Werk »Personal information Organism“ von Aristarkh Chernyshev ist Teil der Ausstellung „BioMedien“ im ZKM in Karlsruhe. Foto: Aristarkh Chernyshev

Das ZKM ist an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag geschlossen. Am Sonntag, 26. Dezember, sind in der Lorenzstraße 19 von 11 bis 18 Uhr Besucher willkommen. Nächste Woche ist das Haus am Mittwoch, 29. Dezember, und Donnerstag, 30. Dezember, geöffnet. „BioMedien“ läuft bis 28. August.

Weitere Infos sind unter www.zkm.de und Telefon (0721) 81000 erhältlich.

„Göttinnen des Jugendstils“ im Badischen Landesmuseum

Verführerisch und gefährlich: In Jugendstil-Arbeiten wie dem Tafelaufsatz „Le Tourbillon“ von Max Blondat erscheint die Frau als Wassernymphe, in deren Faltenwurf die Männer wie in einem Strudel ertrinken. Foto: Uli Deck/dpa

An beiden Weihnachtsfeiertagen öffnet dagegen das Badische Landesmuseum seine Pforten, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Wer den Jugendstil verstehen will, kommt dort derzeit auf seine Kosten. Das Haus zeigt in einer Sonderausstellung rund 200 Gemälde, Skulpturen und Schmuckstücke. Darunter befinden sich Werke von Gustav Klimt, René Lalique und anderen bekannten Künstlern des beginnenden 20. Jahrhunderts.

Doch die Besucher sollen nicht nur über Frauen in wallenden Gewändern und üppigen Haaren staunen. Es geht laut Ausstellungsmacher auch um die Frage, warum damals in der Kunst die realen, häufig von Repressionen geprägten Lebensumstände vieler Frauen außen vor blieben.

Die „Göttinnen des Jugendstils“ sind bis 19. Juni in dem Museum im Karlsruher Schloss. Weitere Informationen gibt es unter www.landesmuseum.de und Telefon (0721) 9266514.

Katharina Sieverding bei Frieder Burda in Baden-Baden

Eine zeitgenössische Künstlerin steht derzeit im Museum Frieder Burda im Mittelpunkt. Das Baden-Badener Haus stellt Werke von Katharina Sieverding aus. Die Düsseldorferin fand zu ihrer fotografischen Kunst Ende der 1960er Jahre – als Zeitzeugin der Studentenproteste, wie sie selbst sagt.

„Die Sonne um Mitternacht schauen“ heißt die Sieverding-Sonderausstellung im Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Foto: Katharina Sieverding/VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Zu sehen sind Videoarbeiten aus jener Zeit, Selbstporträt-Serien aus den drei Jahrzehnten danach sowie Werke zu aktuellen Themen. Die Künstlerin beschäftigte sich auch mit dem Lockdown während der Corona-Pandemie.

„Die Sonne um Mitternacht schauen“ heißt es noch bis 9. Januar in der Lichtentaler Allee 8B. Das Museum ist an Heiligabend geschlossen, öffnet aber sowohl am ersten als auch am zweiten Weihnachtsfeiertag sowie nächste Woche Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 18 Uhr.

Wer den virtuellen Besuch vorzieht, kann eine Online-Führung vereinbaren. Weitere Infos gibt es unter Telefon (07221) 398980 und online unter www.museum-frieder-burda.de.

„Konsumtempel“ im Stadtmuseum Pforzheim

Nicht mit Kunst, sondern mit dem Kaufrausch befasst sich momentan eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Pforzheim. Wie müssen die Menschen gestaunt haben, als 1899 in der Stadt das erste Kaufhaus eröffnete.

Porzellan, Stoffe, Lebensmittel – alles in Überfluss. Und ganz ungewöhnlich: Die Ware lag aus, die Kunden konnten erstmals ungehindert schauen und zugreifen. „Konsumtempel – Kaufhäuser in Pforzheim“ erzählt noch bis 24. April die Geschichte von Horten, Kaufhof und Co.

Das Pforzheimer Stadtmuseum, Westliche Karl-Friedrich-Straße 243, ist an beiden Weihnachtsfeiertagen von 10 bis 17 Uhr sowie nächste Woche am Mittwoch und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen gibt es unter www.pforzheim.de/stadtmuseum und Telefon (07231) 392559.

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