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Geschichte von Hilfe und Widerstand

Von Karlsruhe nach Gurs verschleppt: Warum viele jüdische Kinder aus der Region dem Nazi-Terror entkamen

Während des Zweiten Weltkrieges verschleppten die Nazis hunderte Menschen jüdischen Glaubens in das Lager Gurs in Südfrankreich. Einem Netzwerk von Widerstandskämpfern und Hilfsorganisationen gelang es, von dort viele Kinder in Sicherheit zu bringen.

Überlebten das Lager Gurs: Lore und Werner Richheimer sind zwei der 21 Kinder aus Karlsruhe, die mit der Hilfe mutiger Menschen in die Schweiz gebracht und gerettet wurden. Das Bild entstand 1945 . Foto: Werner Richheimer

Am 22. Oktober vor 1940 verschleppten die Nazis 945 jüdische Menschen aus Karlsruhe in das Lager Gurs in Südfrankreich. Unter ihnen auch 83 Kinder und Jugendliche. Zwei Drittel der erwachsenen Deportierten aus Karlsruhe überlebten die Nazi-Zeit nicht. Viele sterben im Lager Gurs oder anderen Lagern in Frankreich, die meisten ermorden die Nazis in Auschwitz. Ihre Namen und Schicksale sind erforscht und dokumentiert. Es fehlt jedoch die andere Geschichte, die Geschichte von Hilfe und Widerstand, die Rettung der Mehrzahl der 83 aus Karlsruhe nach Gurs verschleppten Kinder und Jugendlichen.

Über zwei Drittel von ihnen überleben die Deportation, doch ihre Lebenswege sind kaum erforscht. Zum Glück haben Hanna Meyer-Moses und Paul Niedermann ihre Erinnerungen an das Lager Gurs festgehalten und auch, wer sie gerettet hat. Für die meisten anderen Kinder bleiben die Fragen: Wer hat sie aus dem Lager herausgeholt? Wer hat sie mit richtigen falschen Papieren ausgestattet und sie in Frankreich vor dem mörderischen Zugriff der Vichy-Polizei und der Nazis versteckt?

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