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Auffrischung der Immunisierung

Vorbereitungen für Dritt-Impfung laufen in Karlsruhe auf Hochtouren

Wenn der Impfschutz nachlässt, muss er aufgefrischt werden. Ab September gibt es entsprechende Termine. Doch nicht alle können sie zeitnah wahrnehmen.

Ab September können Senioren und Menschen mit besonderer Immunschwäche ihren Corona-Schutz auffrischen lassen. Foto: Sven Hoppe /dpa

Auch in Karlsruhe steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter: Derzeit rangiert sie bei 47,7, im Landkreis Karlsruhe beträgt sie 85,5. Damit vor allem ältere Menschen, die mit ihrer Impfung unter den ersten waren, mit nachlassender Wirkung der Immunisierung nicht in eine Impf-Lücke hineinlaufen, setzt Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) für diese Personengruppe auf die Auffrischungsimpfung. Wer dafür die Voraussetzungen erfüllt, kann für den September und danach entsprechende Termine buchen.

Dafür sind im Buchungssystem des Karlsruher Impfzentrums unter impfen-ka.de Termine für den kommenden Monat eingestellt, die für eine solche Booster-Impfung genutzt werden können. Die Nachfrage sei bislang allerdings eher verhalten, teilt das städtische Presseamt auf BNN-Nachfrage mit. Das könnte unter anderem damit zu tun haben, dass das Buchungssystem standardmäßig zwei Termine produziert – was manchen Interessenten für einen Booster-Termin zurückschrecken lässt.

Doch solche Interessenten sind laut den Verantwortlichen sehr wohl auf dem richtigen Weg: Um eine Auffrischungsimpfung zu terminieren, geht man genauso vor wie bei der Basis-Impfung. Anlässlich des Termins für den Auffrischungs-Piks solle dann der zweite Termin einfach storniert werden, heißt es im Presseamt der Stadt.

Senioren kommen zuerst an die Reihe

Berechtigt für eine Booster-Impfung sind Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben und deren Grundimmunisierung (Zweitimpfung) mindestens sechs Monate zurückliegt. Im Stadtkreis sind gegenwärtig etwa 20.800 Männer und Frauen im entsprechenden Alter gemeldet. Hinzu kommen Menschen, die per ärztlichem Attest eine besondere Immunschwäche nachweisen können.

Zum Hintergrund: Laut der Gesundheitsministerkonferenz weisen Studienergebnisse darauf hin, „dass es bei bestimmten Personengruppen vermehrt zu einer reduzierten oder schnell nachlassenden Immunantwort nach einer vollständigen Covid-19-Impfung kommen kann“. Dies gelte insbesondere für die Gruppe relevant immungeschwächter Patientinnen und Patienten sowie für Höchstbetagte und Pflegebedürftige.

Mobile Teams unterwegs

Auch mobile Teams kümmern sich in den kommenden Wochen um die so auffrischende Drittimpfung. Wie die städtischen Impf-Koordinatoren auf Anfrage wissen lassen, hat das Koordinierungsteam bereits alle stationären Pflege-Einrichtungen im Stadt- und Landkreis sowie der Eingliederungshilfe angeschrieben. Während der Urlaubssituation fasse man derzeit telefonisch aber nochmals nach.

Die Auffrischungsimpfung in den Karlsruher Pflege-Einrichtungen sollen von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie von den beiden mobilen Impfteams erledigt werden, die bis Ende September am Kreisimpfzentrum Karlsruhe angeschlossen sind. Mit den Booster-Impfungen in den Einrichtungen soll ab Mittwoch, 1. September, begonnen werden. Als wahrscheinlich gilt unterdessen, dass auf mittlere bis längere Sicht für alle Geimpften – unabhängig von ihrem Alter – eine Booster-Impfung angeboten wird.

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