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Vorwurf der Falschaussage

Neue Vorwürfe gegen Vorsitzende: Vogelschutzverein Neudorf kommt nicht zur Ruhe

Die neue Vorsitzende des Vogelschutz- und Zuchtvereins Neudorf, Angela Wellhäuser, steht in der Kritik. Einige Aussagen, die sie in den BNN getätigt hat, sollen nicht der Wahrheit entsprochen haben, so die Kritiker. Wann kehrt in den Verein Ruhe ein?

Hinter den Kulissen: Leere Gehege und Voliere künden davon, dass Tiere sukzessive abgegeben werden. Wegen Fehlens sachkundiger Personen und wiederholt festgestellter Mängel dürfen im Vogelpark Neudorf keine Tiere mehr gehalten und gezeigt werden. Foto: Alexander Werner

Es sieht nicht so aus, dass im Vogelschutz- und Zuchtverein Neudorf mit der Wahl eines neuen Vorstands die Wogen geglättet sind. Gegen die gerade erst als Vorsitzende gewählte Angela Wellhäuser werden Vorwürfe erhoben. Kritiker sagen, dass einige ihrer Aussagen, die sie in den BNN getätigt hat, nicht der Wahrheit entsprechen. Eine Frage bleibt: Wer hat von was gewusst?

Benno Baumgärtner, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender, sagt beispielsweise, dass die neue Vorsitzende nicht erst aus den Medien erfahren habe, dass der Park geschlossen wurde. Vielmehr sei es so gewesen, dass der ehemalige Vorsitzende Oliver Klee sie sofort informiert und eine Vollmacht ausgestellt habe, um beim Veterinäramt Informationen einzuholen. „Er hatte sie zeitnah darüber in Kenntnis gesetzt“, so Baumgärtner. Die Vollmacht habe auch gegolten, um sich mit Bürgermeister Christian Eheim (SPD) in Verbindung zu setzen.

Hirsche wurden mit Süßwaren gefüttert

Auch dass die Hirsche Süßwaren als Futter bekommen hätten – so zum Beispiel Vanille-Berliner und Schokocroissants – habe die neue Vorsitzende nicht nur vom Hörensagen mitbekommen, sondern auch im März gesehen, als er Bilder von den Missständen gemacht habe, sagt Baumgärtner. Mit dabei seien auch Carina Baars und Wellhäusers Ehemann gewesen, sagt er.

Es passieren da Sachen, da könnte man glatt die Wände hochgehen.
Bruno Baumgärtner, ehemaliger stellv. Vorsitzender

Carina Baars, die eine Zeitlang kommissarische Zuchtwartin im Vogelschutzverein war, und sich schon gerichtlich mit dem Verein auseinandergesetzt hat, erzählt, dass Angela Wellhäuser und ihr Mann die Hirsche nicht ab Januar versorgt hätten. Vielmehr seien sie erst im März 2021 in den Verein eingetreten und hätten ab da an die Hirsche versorgt.

Verstöße gegen die Vereinssatzung?

Angela Wellhäuser erklärte, dass man im Vorstand beschlossen habe, die Energie in den Park zu investieren und nicht ständig wieder neues Benzin ins Feuer gießen zu wollen. Man nehme sich die Zeit, um die Pläne umzusetzen. Darüber hinaus wollte Wellhäuser sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Benno Baumgärtner betont, dass es ihm um Aufklärung des Vergangenen geht. Bei der chaotischen Mitgliederversammlung vor zwei Wochen sei gegen die Vereinssatzung verstoßen worden. Anstelle von sechs Beisitzern seien sieben gewählt worden – und diese nicht einzeln, sondern alle gemeinsam.

Auch sei ein Kassenbericht nicht vorgelesen worden, eine Anwesenheitsliste sei ebenfalls nicht geführt worden. Es seien Dinge bei der Mitgliederversammlung vorgefallen, die rechtlich anfechtbar seien, sagt Baars. „Es passieren da Sachen, da könnte man glatt die Wände hochgehen“, so Benno Baumgärtner.

Donuts und Croissants: Dieses Bild hat Benno Baumgärtner geschickt. Laut seiner Aussage stammt es vom Hirschgehege im Tier- und Vogelpark in Neudorf. Das Bild stammt vom März 2021. Foto: Benno Baumgärtner

Das Veterinäramt hatte im März dem Verein die Tierhaltung und Zurschaustellung von Tieren untersagt. Unter anderem wurde auch eine Überbesetzung im Dammwildbestand beanstandet. Ein Hirschkalb sei im April deswegen verendet, weil ein Althirsch es am Bauch mit seinem Geweih verletzt habe, sagt Carina Baars. „Der Raum ist für die Hirsche viel zu viel zu klein im Vogelpark“, sagt sie.

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