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Vorweihnachtliche Aktivitäten

Keine Weihnachtsmärkte für die Hardt-Region – aber vielleicht etwas anderes

Der Advent naht, aber die großen Weihnachtsmärkte in der Hardt finden wegen Corona nicht statt. Kleinere Angebote in der Regie von Vereinen oder Organisationen sind unter Beachtung der Corona-Regeln möglich.

Besinnlich und stimmungsvoll: Viel Aufwand betreiben alljährlich die Organisatoren für den Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz in Jöhlingen. Der Markt zieht immer viel Publikum an. Doch dieses Jahr ist er wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Foto: Arnd Waidelich / Archivfoto

Die Kommunen im Gebiet der BNN-Hardtausgabe sind noch nicht schlüssig, welche Aktivitäten in der Vorweihnachtszeit angeboten werden. Die großen Weihnachtsmärkte werden in diesem Jahr größtenteils Pause haben. Kleinere Events und die „dekorativen Adventsschmuckdetails“ haben eine Chance. Das lässt sich aus einer Umfrage bei den Kommunen heraushören.

„Wenn es keinen Gesang und keine Live-Musik gibt, macht das Adventssingen auf dem Kirchplatz keinen Sinn“, meint Bürgermeister Bernd Stober in Eggenstein-Leopoldshafen. Ohne Glühweinausschank lasse sich kein Gewinn erzielen, der in karitative Projekte fließen könnte. „Bei beschränkter Personenzahl lässt sich diese Veranstaltung nicht umsetzen.“

Die Nikolausfeier in Leopoldshafen wurde schon abgesagt: „Der Platz um das Heimatmuseum ist nicht groß. Wenn bei schönem Wetter viele Besucher kommen, dann wird einfach das Risiko zu groß, weil man die Abstände nicht sichern kann“, sagt Wilfried Jahraus, der den Nikolaustag mit der Agenda-Gruppe Ortsgeschichte federführend organisiert: „Wir planen schon für das nächste Jahr voraus.“

Der Bürgermeister bedauert vor allem, dass die Seniorenweihnacht in der Rheinhalle unter Corona-Bedingungen nicht angeboten werden könne. Vorweihnachtliche Aktivitäten von Organisationen oder Gewerblichen seien möglich: „Sie müssen die Vorgaben einhalten und selbst entscheiden, ob eine Veranstaltung sinnvoll ist.“

Kleinere Aktivitäten sind vielleicht möglich

„Es sind noch mehr als zweieinhalb Monate bis Weihnachten. Und wer weiß, was bis zum Beginn der Adventszeit noch alles geschieht“, meint Nicola Bodner, die Pfinztaler Bürgermeisterin. „Der Gewerbeverein bietet in der Adventszeit wieder seinen Gutschein an, der sich als Geschenk eignet“, sagt dessen Vorsitzender Steffen Hauswirth. Weitere Aktionen plane die Vereinigung der Gewerbetreibenden nicht. „Der gewohnte Walzbachtaler Weihnachtsmarkt in Jöhlingen wurde Mitte August abgesagt. Wir sind derzeit in Gesprächen über kleinere Aktivitäten, die in den Ortschaften stattfinden könnten“, antwortet Bürgermeister Timur Özcan auf die Anfrage. Glühwein werde voraussichtlich nicht angeboten.

„Weihnachtsbäume und Weihnachtsbeleuchtung gibt es bei uns trotz Corona. Die Vorbereitungen dazu laufen“, sagt Bürgermeister Eric Bänziger in Weingarten. Der caritative Weihnachtsmarkt sei gerade abgesagt worden. „Wir machen üblicherweise den ,anderen‘ Weihnachtsmarkt, und weil wir das in diesem Jahr nicht können, machen wir ,den anderen anderen´ Weihnachtsmarkt“, erklärt Martin Osenberg aus dem fünfköpfigen Organisationsteam.

Geplant sei, die Menschen, die den Weihnachtsmarkt auf dem Schulhof normalerweise besuchen, um eine Spende zu bitten („den Betrag, den sie dort üblicherweise ausgeben“), die den beteiligten Vereinen zukommen soll. Überlegungen, die Stände an verschiedenen Orten aufzustellen, habe man verworfen, weil die Organisation und Sicherheitsaufwendungen viel zu groß gewesen wären, sagt Osenberg.

Das Problem liegt eher in der Nähe als am Alkohol.
Ute Göbelbecker / Bürgermeisterin in Dettenheim

„In Stutensee finden die größeren vorweihnachtlichen Veranstaltungen nicht statt“, teilt der Stutenseer Pressesprecher Lukas Lang auf Anfrage mit. Es werde aber geprüft, was als Alternative an kleineren Angeboten unter Berücksichtigung der Corona-Regeln möglich sei.

Glühwein ist möglich - wenn das Konzept stimmt

„Der alljährliche Weihnachtsmarkt des VVND (Verein für Vogel- und Naturschutz Dettenheim) findet dieses Jahr nicht statt“, erklärt Bürgermeisterin Ute Göbelbecker. Turnverein und Sängervereinigung, die ihre Vorweihnachtsaktivität traditionell veranstalten, hätten sich noch nicht entschieden. „Angebote in den Vereinen sind denkbar, sie müssen mit der Gemeinde abgestimmt werden und corona-konform sein, sagt Göbelbecker. „Glühwein? Wenn das Konzept stimmt, ist das okay. Das Problem liegt eher in der Nähe als am Alkohol“, meint die Bürgermeisterin. Die Seniorenveranstaltung der Gemeinde zur Adventszeit sei aber abgesagt worden.

„Wir haben intern in Abstimmung mit dem Ortskartell und den beteiligten Vereinen entschieden, die Veranstaltungen zum Advent abzusagen“, berichtet Katja Stieb, die Pressesprecherin der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten. Die weit überwiegende Mehrheit sei dafür gewesen, weil die vorweihnachtlichen Veranstaltungen in der beliebten Form nicht realisierbar seien.

„Wir haben den Vereinen signalisiert, dass es die Gemeinde begrüßt, wenn sie in kleinem Rahmen und in ihren Vereinsräumen oder auf ihrem Gelände vorweihnachtliche Angebote unterbreiten“, so Stieb unter Rücksicht auf die Corona-Bedingungen. Der Tennisclub Hochstetten plane eine mehrtägige Veranstaltung unter freiem Himmel. Die Gemeinde will zulassen, was möglich ist.

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