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Hupkonzerte sind nicht selten

Neue Verkehrsführung am Karlsruher Adenauerring: Links ab geht es jetzt in zwei Spuren

Autofahrer müssen umdenken: Konnten sie bislang an der Willy-Brandt-Allee von Norden kommend nur einspurig nach links in den Adenauerring einbiegen, stehen dafür nun zwei Fahrspuren zur Verfügung. Das überfordert noch manchen Verkehrsteilnehmer.

Neue Verkehrsführung: An der Kreuzung von Willy-Brandt-Allee und Adenauerring können Autofahrer nun auf zwei parallelen Spuren links in Richtung Stadion abbiegen. Das erfordert Gewöhnung. Foto: Jörg Donecker

Neue Verkehrsführung an einem zentralen Knotenpunkt für Einpendler aus dem nördlichen Landkreis: Wer die Willy-Brandt-Allee in Fahrtrichtung Süden befährt und nach links auf den Adenauerring einschwenken will, hat seit kurzem zwei Abbiegespuren zur Verfügung. An der gesamten Fahrbahnbreite hat sich dadurch nichts geändert. Der Geradeaus-Verkehr in Fahrtrichtung Linkenheimer Tor muss deshalb mit nur noch einem Fahrstreifen auskommen.

Nicht jeder Autofahrer hat sich schon an die seit wenigen Tagen gültige neue Aufteilung des dortigen Verkehrsraums gewöhnt. Der Macht der Gewohnheit folgend, platzieren sich viele der geradeaus Fahrenden wie gewohnt auf dem zweiten Fahrstreifen von links – und haben dabei übersehen, dass es hier nun ausschließlich Richtung Wildparkstadion geht.

Die Folge sind oft improvisierte Einfädel-Manöver Richtung Landgericht und Staatlicher Kunsthalle und mitunter Hupkonzerte. Die Beschilderung im Vorfeld ist zumindest eindeutig. Sie weist die beiden Linksabbiegerspuren aus.

Baustelle am Adenauerring in Karlsruher erfordert Konzentration

Der eigentliche zweispurige Abbiegevorgang Richtung Osten erfordert bei vielen noch Konzentration: Wer aus Unachtsamkeit im Scheitelpunkt der Biegung seine Fahrspur verlässt, droht gegen den Nebenmann zu stoßen.

Die Fahrbahnmarkierungen lassen jedenfalls keinen Spielraum für Interpretationen: In zwei Reihen geht es Richtung Stadion und Durlacher Tor.

Der Abbiegevorgang selbst geht zügig von der Hand: Da der Adenauerring zweispurig befahrbar ist, wird der beschleunigende Verkehr nicht durch eine folgende Engstelle ausgebremst. Das Tempolimit auf der Trasse Richtung Wildparkstadion beträgt 60 Kilometer pro Stunde.

Veränderte Prioritäten

Die Änderung des Kreuzungs-Layouts trägt laut dem verantwortlichen städtischen Tiefbauamt dem veränderten Verkehrsfluss an dieser Zufahrt zur Innenstadt Rechnung. Strebte einst die Mehrzahl der von Norden kommenden Autos auf direktem Weg ins Herz der Stadt und somit geradeaus über die Kreuzung hinweg, biegt heute das Gros der Verkehrsteilnehmer nach links Richtung Stadion, Durlacher Tor und Südosten ab.

Wer in den Adenauerring abbiegen will, hat zukünftig zwei Spuren zur Verfügung. Manche Verkehrsteilnehmer verwirrt das im Moment noch etwas. Foto: BNN-Infografik

Tatsächlich war der Rückstau der Linksabbieger vor dem aktuellen Kreuzungs-Umbau zuletzt immer länger geworden. Nicht selten dauerte es vier Grünphasen, bis sich die hinten Stehenden bis zur Haltelinie vorgekämpft hatten.

Ein wichtiger Grund dafür, dass immer mehr Autofahrer an dieser Kreuzung Richtung Stadion abbiegen und immer weniger geradeaus fahren, ist nach Einschätzung des Verkehrsexperten Thomas Ruppert vom Tiefbauamt auch die Sperrung des äußeren Zirkels.

Autofahrer mit dem Ziel der östlichen Innenstadt kommen über den Adenauerring oft komfortabler ans Ziel, zumal die Willy-Brandt-Allee zwischen Adenauerring und Linkenheimer Tor schon länger auf jeweils eine Richtungsfahrspur zurückgebaut ist.

Rechtsabbiegen funktioniert am Adenauerring wie immer

Unberührt geblieben von der jüngsten Neuorganisation der Kreuzung ist der rechts in den Adenauerring abbiegende Verkehr, der im weiteren Verlauf dem Mühlburger Tor und der Reinhold-Frank-Straße entgegenstrebt. Ihm steht weiterhin nur eine Fahrspur zur Verfügung. Sie beginnt unverändert relativ spät vor der eigentlichen Kreuzung.

Verlängert werden kann sie nicht, weil die nahe Bushaltestelle in Höhe des FSSV ebenfalls Verkehrsraum benötigt. Kommt es zum Rückstau des Geradeaus-Verkehrs, überfährt mancher Rechtsabbieger die Markierungen der Haltestelle, um sich weiter vorn auf der dortigen Spur anzustellen. Erlaubt ist das nicht und möglich auch nur dann, wenn gerade kein Bus an der Haltestelle Fahrgäste aus- und zusteigen lässt.

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