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Zweite Liga

Bei KSC und Heidenheim geht es um unterschiedliche Relegationsplätze

Wenn am Samstag (Anpfiff 13 Uhr) der Karlsruher SC zu Gast beim FC Heidenheim ist, geht es für beide Fußball-Zweitligisten um den Relegationsplatz. Während der KSC allerdings einen Sieg bräuchte, um auf jeden Fall den Relegationsplatz - um den Verbleib in Liga zwei - zu verteidigen, trennen die Heidenheimer mit ihren 38 Punkten nur drei Zähler von Platz drei.

Der Karlsruher Trainer Christian Eichner. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Wenn am Samstag (Anpfiff 13 Uhr) der Karlsruher SC zu Gast beim FC Heidenheim ist, geht es für beide Fußball-Zweitligisten um den Relegationsplatz. Während der KSC allerdings einen Sieg bräuchte, um auf jeden Fall den Relegationsplatz - um den Verbleib in Liga zwei - zu verteidigen, trennen die Heidenheimer mit ihren 38 Punkten nur drei Zähler von Platz drei und die Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga.

Die Ausgangslage könnte also nicht unterschiedlicher sein, wenn es in der Voith-Arena um die wichtigen Punkte geht. Beim KSC hat man etwas gut zu machen nach der Niederlage gegen den FC Nürnberg im heimischen Wildpark, wie die Gastgeber, die am vergangenen Spieltag gegen Darmstadt unterlagen.

Große Vorfreude auf die Mannschaft

Die Devise der Mannschaft von KSC-Cheftrainer Christian Eichner lautet jedoch: Auf sich schauen, und sein Team so gut wie möglich vorzubereiten.

Eichner trifft heute das erste Mal wieder auf seine Mannschaft – bis gestern Abend weilte er beim Trainerlehrgang in Hennef. „Große Vorfreude auf die Mannschaft“ habe er, sagt Eichner. „Wenn man drei Tage einmal weg ist, dann vermisst man die Jungs erstmal richtig nach dem ersten Tag, das ist wie mit seiner Frau.“

Ob das KSC-Team ihn auch vermisst habe? Er habe sich von ihnen am Wochenende verabschiedet und gesagt, sie dürften sich freuen, „dass der Alte mal drei Tage nicht da ist“. „Ich gehe davon aus, dass sie sich riesig freuen werden, mich nachher zu sehen.“

Eichner werde ihnen alles erklären, was er in Hennef gelernt habe – Christoph Daum hatte die Trainer-Anwärter in Hennef besucht. „Da kann man viel mitnehmen“.

Mutig voran

Mitnehmen will der KSC auch drei Punkte aus Heidenheim. Bisher hatte der KSC in der Voith-Arena nie wirklich gut ausgesehen. „Da wird es Zeit, das zu ändern“, sagt Eichner. „Wir wissen was auf uns zukommt. Heidenheim ist eine laufstarke Mannschaft mit sehr großer Mentalität.“

Seine Mannschaft müsse alles aus sich rausholen, um „in Führung zu gehen und nicht in Rückstand“. Ein Hintenreinstellen gäbe es nicht. „Wir werden da genau so mutig spielen wie in Hamburg und Sandhausen.“ Nicht dabei sein werden Martin Röser, Marco Djuricin, Kyoung-Rok Choi, Marc Lorenz und Janis Hanek. Bei Anton Fink müsse man von Tag zu Tag schauen.

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Eigenfehlern den Garaus machen

Um den wichtigen Dreier mitzunehmen, müsse seine Mannschaft aber vor allem eines tun: Die Eigenfehler abstellen!

„Es ist ein großer Wille da, die Dinge umzusetzen, die wir sehen wollen. Ich bleibe dabei, dass diese Mannschaft eine realistische Chance hat, die Liga direkt zu halten. Aber wir müssen die Eigenfehler abstellen und die Qualität im letzten Drittel drastisch erhöhen“, fordert Eichner.

Wie er diese Fehler ausmerzen wolle? Da müsse man differenziert herangehen. Der Spieler, der länger dabei sei, erhalte deutlichere Worte, bei jüngeren Akteuren müsse man empathischer rangehen. „Die Mannschaft muss sich bewusst sein, wenn sie das abstellt, kriegt sie kein Gegentor.“ Auch ein Hinweis in Richtung Aufstellung für Samstag? Die Spieler, die die Fehler abstellen „mit mentaler Stärke, die werden wir auf den Platz schicken“.

Angst oder Qualitätsprobleme?

Woher diese Fehler kommen, eventuell aus Angst davor, Fehler zu machen? „Das ist die große Frage. Ich glaube nicht, dass es Angst ist, sondern die kommt in Konsequenz, wenn Fehler passiert sind.“ Ob Marc Lorenz oder Daniel Gordon Angst gehabt haben und daher Fehler gemacht hatten - das glaube er nicht.

„Gordi war in den Moment Jamaikaner und nicht Deutscher. Der Deutsche hätte ihn da hin geschossen, wo er hergekommen ist, der Jamaikaner ist clever und will ein Foul ziehen“, vermutet Eichner.

Sei es dann ein Qualitätsproblem? „Es war kein technischer Fehler, sondern er hatte eine andere Idee“, so Eichner über Gordon.

KSC-Trainer Christian Eichner ist davon überzeugt, dass das Ziel Ligaverbleib nur gemeinsam zu schaffen ist. Foto: GES

Gute Entscheidungen treffen

„Die Mannschaft ist sicherlich sehr gewillt, alles richtig zu tun.“ Aber nun sei man eine Klasse höher und da spielen gute Mannschaften. „Der KSC kann jede Woche in dieser Liga Spiele gewinnen, aber wir müssen uns im Klaren sein, dass wir nicht so vollgestopft sind wie Nürnberg, Stuttgart oder Bielefeld, um zu sagen: wir machen keine Fehler und verlieren keine Spiele. Wir sind Aufsteiger.“ Man träume nicht, sondern ordne seine Möglichkeiten realistisch ein.

So fahre man nach Heidenheim und sage: Auf geht’s! „Dann hoffen wir, dass wir alle Bälle richtig treffen und vorne gute Entscheidungen treffen. Sie sehen die Ergebnisse jede Woche in dieser Liga - das ist Russisch Roulette.“

Teilweise positives Fazit

Dennoch könne Eichner ein teils positives Zwischenfazit ziehen. "Was wir geschafft haben, ist der Mannschaft eine gewisse höhere Aktivität mitzugeben. Wir haben versucht, etwas flotteres, jüngeres, dynamischeres einzubauen. Wir waren aber auch sehr um Balance bedacht."

Wenn er an die Gegentore denke, "dann wird es mir schwindelig - da sie mehr oder weniger alles Slapstick-Gegentore waren".

Man arbeite nun daran, noch mehr Aktivität und Mut ins Spiel des KSC zu bekommen und gleichzeitig die richtige Balance in der Defensive hineinzubekommen. Er sei überzeugt, dass dies der richtige und einzige Weg sei.

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