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Großeinsatz

Zwei Menschen am Epplesee in Rheinstetten leblos aufgefunden

DLRG, Feuerwehr, Rettungsdienst – ein Großaufgebot ist am Samstagnachmittag zur Personensuche am Epplesee bei Rheinstetten gerufen worden. Wenig später wurden die beiden Gesuchten tot aufgefunden.

Zu einem Großeinsatz am Epplesee sind am Samstagnachmittag Rettungsdienst, DLRG und Feuerwehr gerufen worden. Foto: Aaron Klewer/Einsatz-Report24

Nur noch leblos aufgefunden werden konnte am Karsamstag ein älteres Ehepaar am Forchheimer Epplesee. Sie waren bei der Polizei etwa um 13.45 Uhr als vermisst gemeldet worden. Die Beamten lösten sofort Großalarm aus und waren auch umgehend vor Ort. Gleich danach kamen die Einsatzkräfte an den Ort des Geschehens beim Seglerverein.

Die Rheinstettener Feuerwehr, Rettungsdienste und DLRG hatten, so Oberbürgermeister Sebastian Schrempp, zu dem Zeitpunkt gerade eine gemeinsame Übung zum Aufbau eines Corona-Testzentrums absolviert. Es soll am kommenden Wochenende in Rheinstetten öffnen. So waren die Rettungskräfte in Windeseile am beliebten Badesee.

Schon kurz vor 14 Uhr waren laut Rheinstettens Feuerwehrkommandant Jürgen Landhäußer 42 Feuerwehrleute und weitere 53 Kräfte von DRK, DLRG und Polizei an Ort und Stelle eingetroffen. Sie gingen sie zunächst von einem Vermisstenfall aus. Mit Booten und aus der Luft suchte das Großaufgebot nach dem älteren Ehepaar. Kurze Zeit später seien beide Menschen ersten Angaben zufolge leblos im Wasser aufgefunden worden. Die Polizei geht nach derzeitigem Stand weder von einem Verbrechen noch von einem Unfall aus.

Nur wenige Menschen am Epplesee

Während an Gründonnerstag und Karfreitag bereits viele Sonnenhungrige an dem Badesee die neue Saison eröffnet hatten, waren während des Rettungseinsatzes kaum Schaulustige vor Ort. Helmut Schmidt, seit Jahrzehnten Stammgast am Epplesee, fand dafür auch eine Begründung: „Der Wind am See war trotz der Sonne viel zu kalt. An einem solchen Tag zieht man sich in den eigenen Garten zurück.“

Er kann sich nur an einen ähnlichen Fall vor Jahrzehnten erinnern. Damals sei ein vom Forchheimer Flugplatz gestarteter Führer eines Motorflugzeugs zusammen mit einer Beifahrerin aus Liebeskummer direkt in den See gesteuert, was damals in den Boulevard-Medien viel Wirbel verursacht habe. Das Flugzeug mit den leblosen Körpern wurde in einer aufwändigen Bergungsaktion aus dem Wasser gezogen. Daran erinnert sich auch Oberbürgermeister Sebastian Schrempp: „Als Kind hat sich dies mir ins Gedächtnis eingebrannt.“

Hinweis der Redaktion

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