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Einzigartig in Deutschland

Ein Roboter unterstützt Operationen im Städtischen Klinikum Karlsruhe

Soll das Operieren revolutionieren: Loop-X, der ringförmige Röntgen-Roboter des Städtischen Klinikums in Karlsruhe, liefert Bilder des Operationsbereichs und erhöht so die Präzision des Eingriffs.

Soll das Operieren revolutionieren: Loop-X, der ringförmige Röntgen-Roboter, liefert Bilder des Operationsbereichs und erhöht so die Präzision des Eingriffs. Foto: Markus Kümmerle/Städtisches Klinikum

Die Freude war den fünf Professoren am Städtischen Klinikum bei der Video-Pressekonferenz deutlich anzusehen: Als erste Klinik Deutschlands verfügt das Klinikum seit Mitte Dezember über den mobilen Operationsroboter Loop-X.

Dieses Hightech-Gerät fertigt während des Eingriffs 2D- und 3D-Schnittbilder des Operationsbereichs an, die direkt in das Navigationssystem eingelesen werden. Der Operateur hat somit die Bilder seiner Arbeit direkt vor Augen und kann die Instrumente exakt steuern. Das war bisher nicht möglich.

Entsprechend begeistert äußerten sich die Klinikleiter sowie der Medizinische Geschäftsführer Michael Geißler. Von einem hochinnovativen System war die Rede, von einem Quantensprung und von einer Revolution. Professor Uwe Spetzger, Direktor der Neurochirurgischen Klinik, der bereits im Dezember mit dem Bildgebungsroboter Loop-X einen neurochirurgischen Eingriff vorgenommen hat, betonte: „Das Gerät kann bei der Operation durch den Chirurgen intuitiv gesteuert werden, anhand der Bilder auf großen Monitoren oder mittels 3D-Brillen kann der Operateur den Eingriff besser planen und die Lage von eingebrachten Implantaten direkt kontrollieren.“ Außerdem scanne das Gerät den Körper schneller und beschleunige die Arbeitsabläufe während der Operation.

„Loop-X ist ein ringförmiges Gerät, mit einer breiten Öffnung, die sich problemlos um den Operationstisch führen lässt“, erklärte Spetzger weiter. Die hochwertige Bildgebung in Echtzeit helfe den Operateuren, durch exakte Schnitte so viel gesundes Gewerbe wie möglich zu erhalten.

Tor in eine neue Dimension des Operierens

Neben der Neurochirurgie profitieren auch die Operationsteams der Hals-Nasen-Ohrenklinik, der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie der Unfallchirurgie oder Orthopädie von der neuen Innovation.

Der brandneue Hybrid-OP und Loop-X stellen für Geschäftsführer Geißler das Tor in eine neue Dimension des Operierens dar, weil sie hochmoderne Operationsverfahren mit leistungsstarken und hochauflösenden Bildgebungssystemen kombinieren.

Professor Werner Heppt, Chef der Hals-Nasen-Ohrenklinik sieht die HNO-Einsatzmöglichkeiten unter anderem bei der Behandlung von Tumoren und bei der Platzierung von Cochlea-Implantaten (Hörprothesen) in der Hörschnecke. Auch für Professor Anton Dunsche, Chef der Klinik für Mund-, Kiefer und Geschichtschirurgie, ergeben sich viele Einsatzmöglichkeiten. Bei der Entfernung ungünstig gelegener Tumore ebenso wie bei der Rekonstruktion des knöchernen Gesichtsschädels etwa nach Unfällen und bei der Behandlung von Fehlbissen.

Professor Christof Müller, Chef der Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie, ist ebenfalls begeistert von den Möglichkeiten des neuen Hybrid-OPs. Wurden bisher Brüche an Wirbelsäule, Becken und Gelenken mittels Computertomographie diagnostiziert und nach der Operation wieder kontrolliert, so ist es jetzt möglich, dank Loop-X das Ergebnis intraoperativ mit hoher Auflösung und Genauigkeit zu kontrollieren.

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