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Tanzen nach Corona

Tanz- und Ballettschulen in Bretten starten ihren Betrieb wieder

Ob Gesellschaftstanz, Jazzdance oder klassisches Ballett: Tanzschulen in Bretten litten während Corona unter Einschränkungen. Manchen wurden mit Online-Angeboten kreativ, andere versuchten, mehr Platz zu schaffen. Nun ist der Normalbetrieb wieder möglich. Das haben die Tanzschulen jetzt vor.

Im Tanzhaus Bretten bei Wipper sind jetzt auch wieder Partys und Bälle möglich. Foto: Martin Stock

Tanz gehört zum Menschen und ist in jeder Kultur zu finden – in den unterschiedlichsten Formen. Musik und Rhythmus packen den Menschen und die Füße können nicht stillstehen. In den zurückliegenden beiden Jahren war wegen der Corona-Pandemie aber genau dieser Stillstand behördlich verordnet. Die Tanzsäle der Ballett- und Tanzschulen blieben die meiste Zeit leer. Nur bei zeitweisen Lockerungen der Vorschriften konnte man sich treffen und zaghafte Unterrichtsversuche wagen.

„Die Coronazeit war für unsere Tanzschule ein großer Einschnitt“, sagt Sven Wipper vom Tanzhaus Bretten. „Während der beiden Lockdowns mussten wir insgesamt elf Monate schließen und hatten in dieser Zeit keine Einnahmen. Mit eigenen Tanzvideos haben wir uns bemüht, den Kontakt zu halten und unseren Gästen das Tanzen zu Hause zu ermöglichen.“ Mehr als 800 Onlinekurse hat Wipper für den Abruf aus dem Internet produziert.

Nadine Elskamp hat für ihre Ballettschule in Oberderdingen eigens einen großen zusätzlichen Saal angemietet, um mit größerem Abstand verordnungsgemäßen Unterricht erteilen zu können. Die Ballettschule Forkel in Bretten konnte mit der staatlichen Corona-Hilfe den Fortbestand sichern, „wenn auch die Mitgliederzahl stark geschrumpft ist“, sagt Bettina Forkel.

Freude in der Ballettschule Elskamp in Oberderdingen ist groß

Der Wegfall der Beschränkungen im April dieses Jahres wirkte wie eine Befreiung für die Schulen. In der Ballettschule Elskamp war die Freude groß, wieder „normal“ tanzen zu können, die Freundinnen zu treffen und die direkte Unterstützung durch die Ballettlehrerin zu erfahren.

„Es war online ziemlich schwierig, fürs Ballett zu trainieren“, sagt Kimara Zimmermann, die auch die Aufführungen vermisst hat, weil sie gerne mit ihrer Gruppe auf der Bühne etwas vorführt. Andere bestätigen, dass man Tanzen im Ballettsaal nicht durch das Üben zu Hause ersetzen könne. „Gemeinsam macht es eben mehr Spaß als einsam“, sagen sie.

Und auch bei Wipper heißt es wieder: „Darf ich bitten?“ zu Walzer, Tango oder Disco-Fox. Das Tanzhaus in Bretten habe einen großen Schwund an Tanzgästen gehabt durch die Corona-Pandemie. Diejenigen, die durchgehalten hätten bei eingeschränktem Unterricht und mit Video-„Tanzstunden“, seien jetzt überglücklich, dass sie wieder „normal“ tanzen gehen dürfen, sagt Wipper.

Denn, so ergänzt er, Tanzen gehöre zu den schönsten Hobbys. „Es schafft soziale Kontakte, fördert die Beweglichkeit und trainiert das Gedächtnis, den Gleichgewichtssinn sowie die Koordinationsfähigkeit.“

Tanzhaus in Bretten plant wieder größere Veranstaltungen

Die Ballett- und Tanzschulen wollen in den nächsten Wochen und Monaten durch größere Veranstaltungen auf sich und ihr Angebot aufmerksam machen. Bei Wipper sind jetzt die gewohnten Partys und Tanzbälle wieder möglich.

„Diese sind jedes Mal ein besonderes gesellschaftliche Ereignis, wo man nicht nur tanzt, sondern auch neue Freunde kennenlernen kann“, sagt Wipper. Für Nadine Elskamp ist es die Jubiläumsfeier für das zehnjährige Bestehen ihrer Tanzschule im kommenden Jahr, „worauf wir uns schon lange freuen und bereits jetzt mit den Vorbereitungen beginnen“, sagt die Ballettschulleiterin.

„Geplant ist unter anderem, an drei Abenden ein Handlungsballett nach dem Märchen Aschenputtel auf die Bühne zu bringen mit mehr als 200 Tänzerinnen und Tänzern.“ Bettina Forkel bereitet mit ihren Eleven für den 9. Juli einen Auftritt bei der Landesgartenschau in Eppingen vor und für den 16. Juli wieder eine „Dachaufführung“ in Bretten.

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