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Bundestagswahl

AfD-Wahlkampf in Bruchsal: Ruth Rickersfeld sieht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft

Mehr Lohn, mehr Rente, aber weniger erneuerbare Energien: Ruth Rickersfeld will für die AfD im Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen in den Bundestag. In Bruchsal sprach sie nun mit Passanten über ihre zentralen Themen.

Austausch am Friedrichsplatz: Das Thema Rente wurde immer wieder am Wahlkampf-Stand von Ruth Rickersfeld (rechts) diskutiert. Die AfD-Kandidatin wurde von dem Landtagsabgeordneten Rainer Balzer (zweiter von rechts) unterstützt. Foto: Claudia Pospieszczyk

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen beschäftigen die Menschen auf dem Bruchsaler Friedrichsplatz, die am Samstag zum AfD-Wahlstand der Bundestagskandidatin Ruth Rickersfeld aus Waghäusel für den Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen kommen.

Sie äußerten vor allem Bedenken bezüglich von Einschnitten in die Grundrechte. „Grundrechte sind nicht umsonst da. Wenn sie nicht bald alle wiedereingeführt werden, stirbt die Demokratie“, sagte dazu die Politikerin.

Sie sehe derzeit Einschnitte in die Grundrechte und eine Zweiklassengesellschaft, eine Spaltung der Gesellschaft, die ihr missfalle. In Zeiten der Pandemie findet sie es laut eigener Aussage „sehr traurig, dass mittlerweile Gesunde beweisen müssen, dass sie gesund sind.“

Gegen Lohndumping in der Zeitarbeit

In den Gesprächen wird immer wieder das Thema berufliche Zukunft diskutiert. Es suchen Menschen das Gespräch, die mit der Entlohnung in ihren Berufen unzufrieden sind. „Wenn man arbeitet, muss man davon leben können. Wer berufstätig ist, muss am Monatsende mehr Geld in der Tasche haben als jemand, der nicht arbeiten will“, sagte Rickersfeld.

Sie verweist auf das Wahlprogramm, das sich gegen Lohndumping in der Zeitarbeit ausspreche.

Nachts ist es dunkel, da bringt eine Solaranlage nichts.
Ruth Rickersfeld, AfD-Bundestagskandidatin

Angesprochen auf das Thema E-Mobilität, hat sie ebenfalls eine klare Meinung. Diese könnten sich viele Menschen finanziell gar nicht leisten. Dadurch würde man den Bürgern ihre Mobilität wegnehmen und sie stärker an ihre Wohnorte binden. „Außerdem sind auch schon Autos einfach abgebrannt.“ E-Mobilität, erneuerbare Energien und das Bevölkerungswachstum funktionieren nicht zusammen, erklärt Ruth Rickersfeld weiter.

Sie sieht die Gefahr, dass Strom dann nicht mehr bedarfsgerecht genutzt werden könne, sondern aufgrund begrenzter Kapazitäten zugeteilt würde. „Nachts ist es dunkel, da bringt eine Solaranlage nichts“, so die Politikerin.

Auch das Thema Windkraft sieht sie kritisch. Im Gespräch mit dem AfD-Landtagsabgeordneten Rainer Balzer, der ihren Wahlkampf am in der Bruchsaler Innenstadt unterstützte, fällt der Satz: „Die Wälder der Zukunft können keine rotierenden Kronen haben.“ Neben der Bewahrung des ländlichen Raums vor Windrädern betont Ruth Rickersfeld in Gesprächen, dass die Energiepreise für Wirtschaft und Verbraucher erschwinglich bleiben müssten. Dazu gehöre unter anderem eine Abschaffung der CO2-Steuer.

Einsatz für gerechte Rente

Ein Bruchsaler Beamter auf Lebenszeit, der nicht namentlich erwähnt werden möchte, sagt am AfD-Stand: „Ich bin heute hier, weil Sie mir noch nichts weggenommen haben.“ Vergangene politische Entscheidungen anderer Parteien hätten unterm Strich zur Kürzung seiner Bezüge geführt.

Ein Rentner, ebenfalls aus Bruchsal, beklagte, von der Rente nicht gut leben zu können. Zu diesem Thema versprach Rickersfeld: „Ich werde mich für eine gleiche und gerechte Rente in ganz Deutschland einsetzen. Man soll seinen Ruhestand genießen können.“

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