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Ausbaupläne

Bahn bestätigt: Bestandsstrecken bei Stutensee-Friedrichstal und Bruchsal sind außen vor

Die Bahn plant keinen Ausbau der Bestandsstrecken ab Friedrichstal und Bruchsal Richtung Karlsruhe. Zuletzt war offen, ob diese nicht doch noch zum Thema werden könnten. Eine Bahnsprecherin erklärt das weitere Vorgehen.

Viel zu eng: Die Bahntrasse in Friedrichstal führt mitten durch den dicht bebauten Stadtteil. Foto: Marianne Lother

Die Strecken von Friedrichstal nach Karlsruhe und von Bruchsal nach Karlsruhe zählen zu den großen Überraschungen in den Plänen der Bahn. Sie sind für einen Ausbau im Rahmen des Bundesverkehrswegeplanes nicht mehr vorgesehen. Mit dem Ausbau möchte die Bahn die Strecke Mannheim-Karlsruhe stärken, um dem stark steigenden Bedarf im Güter- und Personenverkehr gerecht zu werden.

Zahlreiche Linienführungen sind in der derzeitigen Planung der Bahn noch möglich, die beiden Bestandsstrecken ab Friedrichstal und Bruchsal sollen hingegen „aktuell nicht weiterverfolgt werden“, wie es zuletzt von Seiten der Bahn hieß.

„Ein technisch sinnvoller Ausbau ist hier nicht gegeben“, bekräftigt eine Bahnsprecherin nun auf Anfrage. Unklar war bislang aber, ob diese Bestandsstrecken bei der weiteren Planung nicht doch wieder ein Thema werden könnten.

„Kein Ausbau mit zusätzlichen Gleisen“

So war eine Streckenführung durch Karlsdorf-Neuthard aufgrund von sogenannten „hohen Raumwiderständen“, in dem Fall ausgewiesene Grünflächen, nicht vorgesehen – nun ist sie jedoch ein Teil von möglichen Lösungen. Auch in Friedrichstal und Blankenloch etwa gibt es Hindernisse, hier sind Häuser dicht an die bestehenden Gleise gebaut.

Der Fall aus Karlsdorf-Neuthard kann für die Bestandsstrecken von Friedrichstal und Bruchsal nicht eintreten, wie die Bahnsprecherin erklärt: „Für die nun ausgeschlossenen Bestandsabschnitte kommt kein Ausbau mit zusätzlichen Gleisen in Frage. Gegebenenfalls können kleinere Anpassungsmaßnahmen im Rahmen der Leit- und Sicherungstechnik notwendig sein.“

Bahn präferiert oberirdische Lösungen

Generell favorisiert die Bahn nach eigenen Angaben oberirdische Lösungen. Bei den möglichen Streckenführungen, die auf Karlsruhe zulaufen, wäre nur eine Streckenführung entlang der Autobahn 5 und einer Zuführung über Durlach rein oberirdisch. Als eine vorläufige Präferenz mag das die Bahn aber nicht verstanden wissen, wie die Sprecherin betont. „Ob diese Variante gegenüber den möglichen Tunnelanbindungen zu bevorzugen ist, wird sich im Rahmen der weiteren Planungs- und Abwägungsschritte ergeben.“ Dabei spielen unter anderem die Umwelt, Raumordnung sowie verkehrliche Ziele eine Rolle.

Am 31. Januar möchte die Bahn ihre nächsten konkretisierten Planungen vorstellen.

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