Skip to main content

Drei Fragen

Barkeeper aus Langenbrücken: „Drinks mit weniger Alkohol sind im Trend“

Sommer, Sonne, Cocktailschirmchen: Was ist in diesem Jahr an der Bar angesagt? Barkeeper Alexander Kreft aus Langenbrücken gibt Einblicke in den Mixbecher.

Barkeeper aus Leidenschaft: Alexander Kreft mixt die Cocktails im Restaurant „Henrys“ in Langenbrücken. Foto: Michael Meyer

Barkeeper Alexander Kreft lebt seine Leidenschaft zu Cocktails nicht nur an der Hausbar des Restaurants „Henrys“ in Langenbrücken.

Er berät auch beruflich Gastronomen. Für den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) schulte er bereits Barkeeper auf dem Weg zum perfekten Cocktail.

Welche Drinks sind dieses Jahr angesagt? Wie lange bleiben die Trends in Mode? Und trinkt man heute wirklich noch Hugo? Diese Fragen hat er den BNN beantwortet.

Welcher Sommerdrink erfrischt gerade die Gäste?
Kreft

Gerade sind Drinks mit weniger Alkohol im Trend. In diesem Sommer werden deswegen vor allem Aperitif-Cocktails nachgefragt. Ich arbeite viel mit Aperol, der gemischt mit Prosecco oder Tonic Water erfrischt. Auch alkoholfreie Alternativen zu Produkten, die klassischerweise Prozente haben, sind gerade im Kommen. Der alkoholfreie Aperol wird immer wichtiger an der Bar. Mir besonders gut schmeckt gerade spanischer Wermut, der auch weniger Alkohol hat. Man kann ihn toll mit Tonic und Soda mischen.

Wie lange bleiben Cocktail-Trends in Mode?
Kreft

Bleiben wir beim Aperol: Der Trend ist seit etwa 10 Jahren ungebrochen. Wir selbst haben ganz viele Aperol-Spritz-Varianten auf der Karte. Das hat zwei Gründe: Die Drinks bringen alles mit, was ein mainstreamfähiger Cocktail braucht: Nicht zu süß, nicht zu sauer und schön fruchtig. Als Aperitif sind die Drinks außerdem schnell und direkt im Glas gemischt.

Trinkt man tatsächlich noch Hugo?
Kreft

Der Hugo wird hier und da noch nachgefragt, aber seltener als früher. Man kann beim Hugo übrigens einiges falsch machen. Viel zu oft wird der Hugo mit zu wenig Minze, viel zu viel Holunderblütensirup oder zu warmen Eis serviert, das den Drink verwässert. Wer Cocktails zuhause mischt, sollte deshalb am besten Eis aus dem Supermarkt kaufen und ein zweites Mal einfrieren. Das doppelt gefrostete Eis schmilzt langsamer und knistert beim Aufgießen im Glas. vid

nach oben Zurück zum Seitenanfang