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Wirth-Gruppe übernimmt Gelände

Nach Goodyear-Aus: 150 bis 300 neue Jobs für Philippsburg

Neues Leben auf altem Goodyear-Gelände: In Philippsburg werden jetzt die Pläne für einen neuen Gewerbepark konkret. Die Waghäusler Wirth-Gruppe hat das Gelände gekauft und will dort neues Gewerbe ansiedeln. Von bis zu 150 neuen Arbeitsplätzen im ersten und bis zu 300 Jobs im zweiten Schritt sprechen die Initiatoren gegenüber den BNN.

Einst ein großer Arbeitgeber: Das Goodyear-Werk in Philippsburg ist Geschichte. Foto: Heintzen
Die Wirth-Gruppe mit Sitz in Waghäusel übernimmt jetzt offiziell das Gelände der ehemaligen Goodyear-Reifenfabrik in Philippsburg. Von 150 neuen Jobs, gar 250 bis 300 in einem zweiten Schritt spricht Andreas Wirth gegenüber den BNN. Nun wird die Sache konkret. Seine Wirth-Gruppe aus Waghäusel hat Teile des ehemaligen Goodyear-Geländes in Philippsburg gekauft.

Nun werde ein moderner, energieeffizienter Gewerbepark entstehen. Das Goodyear-Logistikzentrum, das direkt an das Fabrikgelände angrenzt, sei vom Verkauf nicht betroffen. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart, so teilt Goodyear mit. Vor dem Philippsburger Gemeinderat hatte die Wirth-Gruppe vor einem Jahr die Ansiedlung von 150 Arbeitsplätzen im ersten Schritt in Aussicht gestellt.

Junge Unternehmen im Fokus

Eine neu gegründete Immobiliengesellschaft der Wirth-Gruppe, die IP Industriepark Philippsburg GmbH, habe es sich zum Ziel gesetzt, Gewerbeflächen zu schaffen, die sowohl wirtschaftlich attraktiv als auch nachhaltig sind. Das Angebot an neugeschaffenen Gewerbeflächen richte sich an Unternehmen jeder Größe. Hierbei sollen insbesondere junge Unternehmen sowie Neugründer in der Startphase zusätzlich unterstützt werden.

Modernes Energiekonzept

Ein neu entwickeltes, modernes Energiekonzept (Photovoltaikstrom, Blockheizkraft und Speicher) trage dazu bei, dass eine umweltfreundliche Versorgung des Gewerbeparks über ein eigenes Arealnetz gewährleistet ist und zukünftige Mieter erhebliche Einsparungen bei den Nebenkosten erwarten können.

„Wir sind froh an dem heutigen Punkt angelangt zu sein und die Möglichkeit zu haben, das vormalige Goodyear-Produktionsgebäude in einen modernen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Gewerbepark zu verwandeln. Auch freuen wir uns riesig darauf, junge Unternehmen aus der Region dabei zu unterstützen, hier Fuß zu fassen und langfristig erfolgreich zu sein“, ließ Andreas Wirth verlauten.

"Mit dem Abschluss des Notarvertrages wird das Areal des Goodyear-Geländes durch die Wirth-Gruppe wiederbelebt. Gemeinderat und Stadtverwaltung begrüßen die Reaktivierung der bestehenden Hallen und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Auf dem Gelände werden Flächen für Handwerk und Dienstleistungen zur Verfügung gestellt“, so Stefan Martus, Bürgermeister von Philippsburg laut Pressemitteilung von Goodyear.

WIR SIND GOODYEAR: Für eine Protestaktion gegen die geplante Schließung des Goodyear-Reifenwerks in Philippsburg wurden Porträts von Mitarbeitern am Zaun angebracht. Foto: N/A

Erste Firmen im Frühjahr

Die Renovierungs- und Umbauarbeiten werden noch im Jahr 2019 beginnen, so dass voraussichtlich bereits im Frühjahr des kommenden Jahres die ersten Unternehmen auf dem alten Goodyear-Gelände ansiedeln werden.

Goodyear-Aus war ein Schock

Vor genau drei Jahren schlug die Nachricht ein wie eine Bombe: Das traditionsreiche Reifenwerk von Goodyear in Philippsburg stand vor dem Aus und mit ihm an die 900 Mitarbeiter. Längst ist der Standort abgewickelt, die einstigen Reifenbauer zumindest teilweise in neue Jobs vermittelt.

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