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Gesamter Fahrplan betroffen

Sanierung beginnt: Ab Samstag geht zwischen Mannheim und Stuttgart nichts mehr

Die Bahn nutzt das lange Osterwochenende, um ihr Großprojekt zu beginnen: In der Nacht von Karfreitag auf Samstag startet die Sanierung der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart. Wo normalerweise ICE und andere Züge durchpfeifen, arbeitet sich dann bis Ende Oktober ein Umbauzug täglich 200 Meter voran.

EIN RIESIGER GLEISUMBAUZUG wird sich von Stuttgart Richtung Mannheim vorarbeiten, Gleise und Schwellen austauschen und den Schotter reinigen und erneuern. Dazu ist die Schnellfahrstrecke bis Ende Oktober voll gesperrt. Foto: dpa

Die Bahn nutzt das lange Osterwochenende, um ihr Großprojekt zu beginnen: In der Nacht von Karfreitag auf Samstag startet die Sanierung der Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart.

Wo normalerweise ICE und andere Züge durchpfeifen, arbeitet sich dann bis Ende Oktober ein Umbauzug täglich 200 Meter voran, erneuert die Schwellen und Schienen, säubert den Schotter und verdichtet alles so, dass dort die nächsten 30 Jahre wieder Ruhe herrscht – zumindest im Untergrund.

Gleisumbauzug schafft 200 Meter pro Tag

Für Reisende und Pendler bedeutet das: 205 Tage lang Umwege zu fahren und längere Fahrzeiten inkauf nehmen. „Wir halten am Zeitplan trotz Corona fest“, stellt ein Bahnsprecher erneut klar. Die 183 Millionen Euro schwere Baustelle ist exakt in den Deutschland-Fahrplan eingetaktet.

Zum Thema:

Nach den ersten vorbereitenden Arbeiten beginnt der schwere Gleisumbauzug ab 4. Mai, sich von Stuttgart Richtung Mannheim vorzuarbeiten. Er hebt die Schienen an, tauscht die Schwellen gegen neue, reinigt den Schotter, erneuert ihn und verdichtet das Ganze – fast vollautomatisch geht das vonstatten.

Planung läuft seit über fünf Jahren

Wenn dieses technische Wunderwerk loslegt, ist die meiste Arbeit des Großprojektes bereits erledigt: Seit über fünf Jahren läuft die Vorbereitung dafür: Projektleiterin Anke England fiebert daher dem Baubeginn entgegen: 300.000 Schwellen mussten bestellt, produziert und zum Teil in Karlsruhe zwischengelagert werden.

Gesamter Fahrplan ist betroffen

Und auch der Fahrplan musste umgestellt werden. Weil die wichtige Verbindung ausfällt, hat dies Auswirkungen auf den Fern-, auf den Regional- und den Nahverkehr. Auch Reisende die zwischen Karlsruhe und Basel unterwegs sind, müssen mit Veränderungen rechnen.

Zudem gibt es an der Umleitungsstrecke zwischen Bruchsal und Bretten massive Einschränkungen: Dort bleiben einige Bahnübergänge für mehr als ein halbes Jahr komplett dicht und zerschneiden damit ganze Orte.

Vor Reisenantritt empfiehlt sich generell, auch vor dem Hintergrund des durch Corona ausgedünnten Fahrplanes, ein Blick auf www.bahn.de. Viele Informationen zur Sanierung der Strecke gibt es auch hier unter dem folgenden Link: deutschebahn.com/pr-stuttgart-de/aktuell/

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