Skip to main content

Hilfe für Obdachlose

Ohne Wohnung droht die Abwärtsspirale: Betroffene in der Region Karlsruhe berichten

Der Weg zurück sei nicht leicht. Das erlebte Franz-Josef Prim in seiner Zeit als wohnungsloser Mensch mit. Im Julius Itzel Haus in Bruchsal bekommen Betroffene Hilfe. Voraussetzung ist, dass sie diese annehmen.

Ausgegrenzt und abgewertet: Wohnungslose Menschen treffen in der Gesellschaft oft auf Abweisung und ziehen sich infolge noch mehr zurück, anstatt sich Hilfe zu suchen. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Zurück auf die Straße zu gehen, das war für Nadine Reißberg im Herbst 2019 keine Option. Denn dort lebte sie als Jugendliche bereits für einige Monate. Rund 20 Jahre später steht sie vor dem selben Schicksal. Dieses Mal sucht sie sich aber Hilfe in einer Notunterkunft für Wohnungslose. Im Herbst 2020 bezieht sie dann wieder eine kleine Wohnung. Ohne Hilfe wäre das nicht möglich gewesen, sagt die 42-Jährige.

Mit dem Tod ihres Mannes verliert Reißberg den Halt. Dann geht alles ganz schnell. Die Miete des Hauses in Höhe von 1.700 Euro kann sie nicht mehr bezahlen. „Das ist nicht abwendbar gewesen“, sagt sie. Jahrelang habe sie erst die eigene Mutter, dann die Schwiegermutter und letztlich ihren Mann gepflegt. Einen Beruf übt die ausgebildete Verkäuferin darüber hinaus nicht aus.

Kostenlos weiterlesen

  • 7 Tage BNN+ lesen
  • Kein Abo, keine Kosten
  • Weniger Werbung

Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang