Polizei Blaulicht
Eine Frau starb nach einem Ehestreit in Lichtenau. Die Polizei ermittelt. | Foto: Patrick Seeger/Archiv

Tragödie in Lichtenau

Frau stirbt nach Familiendrama

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In der Folge eines Familiendramas ist eine Frau aus einem Lichtenauer Stadtteil im Krankenhaus gestorben. Dies bestätigte die Pressestelle des Polizeipräsidiums Offenburg jetzt auf Anfrage dieser Zeitung. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 9. Januar.

Ein Leser, der in der Nachbarschaft wohnt, fragte in der Redaktion nach, warum nicht über diesen Fall berichtet werde. In Lichtenau brodelt inzwischen die Gerüchteküche mit zum Teil völlig haltlosen Vermutungen. Die Polizei spricht von Körperverletzung mit Todesfolge.

Heftiger Ehestreit

Auslöser des Unglücks war ein heftiger Ehestreit zwischen einem Paar. Beide Partner sind deutsche Staatsbürger und Ende 30. Sie haben ein gemeinsames Kind, das erst wenige Monate alt ist. Der Auslöser des Streits ist nach Mitteillung eines Polizeisprechers noch unklar. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Sturz in der Wohnung

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei stürzte die Ehefrau bei diesem Streit in der ehelichen Wohnung, den die Polizei als „wechselseitig handgreiflich“ bezeichnet, unglücklich. „Sie ist dann mit dem Kopf gegen ein Objekt geschlagen und hat sich schwer verletzt“, berichtet der Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg. Ob es sich dabei um ein Möbelstück oder einen Türrahmen handelte, war nicht mehr zu klären.
Vermutlich der Ehemann alarmierte gegen 1.30 Uhr per Notruf den Rettungsdienst, der wiederum die Polizei informierte. Die Frau wurde ins Ortenau-Klinikum nach Offenburg gebracht, wo sie am nächsten Tag an den Folgen ihrer schweren Verletzungen starb.

Keine Tötungsabsicht

Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte die Polizei vor Abschluss der Obduktion keinen Pressebericht herausgeben. Das Obduktionsergebnis liegt inzwischen vor. „Die Frau wurde nicht durch einen Schlag verletzt“, sagt der Polizeisprecher. „Sie hat sich ihre Verletzungen durch den Aufprall zugezogen. Es lag also keine Tötungsabsicht vor.“ Der Ehemann wurde aus diesem Grund auch nicht in Haft genommen. Er befindet sich aber in Folge des Vorfalls inzwischen wegen psychischer Probleme stationär in einer Klinik. Das Kind ist zurzeit bei den Großeltern untergebracht.