Hoch in der Zuschauergunst 2019: Die Volksoper "Die Zauberflöte", ein neues Format unter der neuen Intendantin. | Foto: SFS

Erfolg für Solvejg Bauer

Schlossfestspiele Ettlingen punkten: Mehr als 43.000 Gäste

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Freude bei der neuen Intendantin der Schlossfestspiele Ettlingen: In ihrer ersten Saison an der Alb kamen mehr als 43.000 Besucherinnen und Besucher. Das ist das beste Zuschauerergebnis seit 1999, rechnete Solvejg Bauer vor, als sie die Zahlen präsentierte. Die Auslastung lag damit bei 87,5 Prozent.

Am meisten nachgefragt war im Theatersommer 2019 das neue Format „Volksoper“. Knapp 13.800 Gäste wollten „Die Zauberflöte“ sehen, in der ein 120 Stimmen starker Bürgerchor aus Ettlingerinnen und Ettlingern auftrat. Auf Platz zwei in der Zuschauergunst landete „Don Quixote – Der Mann von La Mancha“, für den sich gut 11.200 Gäste interessierten. Damit erreichte das Musical der Schlossfestspiele eine Belegung von 75,5 Prozent.

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Zum Kinder- und Familienstück „Der geheime Garten“, in dem erstmals Kinder für Kinder spielten, kamen knapp 8.500 Junge und Junggebliebene. Das entspricht einer Auslastung von 94,3 Prozent im Schlosshof. Das Schauspiel, eigentlich Sorgenkind der Festspiele, punktete ebenfalls beim Publikum . In der Schlossgartenhalle erlebten 2.500 Menschen den Klassiker „Endstation Sehnsucht“.

Mehr Verbundenheit mit den Schlossfestspielen

Neben den großen Produktionen machten die Festspiele mit kleineren Angeboten auf sich aufmerksam – vom Geisterschloss über eine Kinderoper bis zu Kooperationen mit der Gastronomie. „Ich freue mich sehr, dass sich die Menschen in der Stadt wieder für uns interessieren und uns zeigen, dass sie sich mit uns verbunden fühlen“, sagte Intendantin Bauer, die auch mit Blick auf 2020 an der Einbeziehung der Bürgerschaft festhalten will.

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Einnahmen gesteigert

Es sei gelungen, für die Schlossfestspiele mehr Sponsoren zu gewinnen. Auch seien die auf 674.000 Euro kalkulierten Einnahmen auf 825.000 Euro gesteigert worden. Der Gesamtetat der Festspiele liegt bei 1,9 Millionen Euro, von 130.000 Euro Zuschuss vom Land. Zum Spielpan für die neue Saison ließ sich Solvejg Bauer nicht entlocken. Sie will ihn erst im September zunächst dem Gemeinderat vorstellen.