56 Folgen wurden vom damaligen Südwestfunk überwiegend im Gaggenauer Höhenort Moosbronn sowie der Umgebung zwischen den Jahren 1986 und 1990 aufgenommen (hier ein Archivbild). | Foto: Bauer

Gedreht einst in Gaggenau

SWR-Fernsehen wiederholt die Familienserie „Fest im Sattel“

Anzeige

Frank Füchtenschnieder vom Hotel Restaurant Mönchhof in Moosbronn schmunzelt im BNN-Gespräch: „Da werden sich einige Michelbacher kaum mehr wiedererkennen.“ Viele Bürger aus dem Fachwerkdorf waren vor rund 30 Jahren Komparsen, als der damalige Südwestfunk hoch oben im benachbarten Moosbronn die Vorabend- und Familienserie „Fest im Sattel“ drehte. Die unterhaltsame Reiterhofreihe – und mit ihr die damaligen Komparsen – sind jetzt wieder zu sehen: Als Wiederholung im Nachmittagsprogramm des SWR-Fernsehens. Nächste Sendetermine sind der Neujahrstag (15.45 und 16.10 Uhr), der 4. Januar (15.30 und 15.55 Uhr), der 5. Januar (15.40 und 16.05 Uhr) sowie der 12. Januar (15.35 und 16 Uhr).

Im Film wird der Mönchhof wieder zum „Mooshof“ und der Ort Moosbronn heißt „Mönchdorf“. Von „Fest im Sattel“ wurden zwischen 1986 und 1990, aufgeteilt auf drei Blöcke, insgesamt 56 Folgen gedreht. Sie waren im ARD-Vorabendprogramm zu sehen. Moosbronn war nicht der einzige, aber doch der Hauptdrehort. Bekannte Schauspieler wurden passend in Szene gesetzt: Dietmar Schönherr beispielsweise, Hans Clarin, Giselle Pascal, Christiane Schulz, Ursula Cantieni, Rainer Goernemann und andere standen damals vor der Kamera. Im Übrigen diente zunächst der Winkler Hof als Kulisse, später wurde es dann der Mönchhof. Die Fachberatung während der Drehzeit oblag dem Pferdeexperten Jens Füchtenschnieder vom Mönchhof; er führt seit 2016 in Weitingen bei Horb ein Islandpferdegestüt.

Es geht um Liebe, Geld und vieles mehr

Wieso wurde damals überhaupt Moosbronn ausgewählt? Frank Füchtenschnieder erinnert sich, dass eine Tochter des Südwestfunk-Hauptabteilungsleiters einst zum Reiten im Gaggenauer Höhenort weilte. Dabei wurde im Gespräch die Idee geboren, und schon wenig später war die Drehbuchautorin vor Ort, das Vorhaben nahm schnell Gestalt an. Es geht um die Storys von Menschen und Pferden – um Liebe, Geld, Kinderstreiche und vieles andere mehr. Die Serie erzählt die Geschichte des Reiterhofs „Mooshof“ und der Menschen, die auf dem Hof wohnen und arbeiten oder dort ihre Freizeit verbringen.

Konflikte rund um den Hof

Der Besitzer des Hofes ist ein ehemaliger Landwirt, ein Mann mit rauer Schale und weichem Kern. Seine Kinder und die Pferde sind sein Lebensinhalt. Weil er das Reitergestüt nicht nach betriebswirtschaftlichen Aspekten führt, sind hier bereits Konflikte angelegt. Tochter Ute arbeitet als Reitlehrerin auf dem Gestüt und teilt die Pferdeleidenschaft ihres Vaters – ganz im Gegensatz zu ihrem Ehemann Werner. Damit öffnet sich ein weiteres Konfliktfeld. Auch weil Ute den neuen Reitlehrer mehr als sympathisch findet und ihr Gatte Werner als Unternehmensberater eine vermögende Kundin näher kennenlernt…