Kategorie Online

BNN-Autorin gewinnt Diakonie Journalistenpreis

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Die Sieger des diesjährigen Diakonie Journalistenpreis stehen fest – mit erfreulichen Nachrichten aus Sicht der Badischen Neuesten Nachrichten. Julia Weidemann aus der BNN-Online-Redaktion gewinnt den Preis in der Kategorie Online für ihre Multimedia-Reportage „Sind wir handysüchtig?“. Das gab die Diakonie Baden-Württemberg am Mittwoch bekannt.

Von mehr als 100 Einsendungen setzten sich insgesamt neun Preisträger durch. Alleine oder im Team recherchierten sie Geschichten zum Beispiel über eben die Abhängigkeit unserer Gesellschaft von Smartphones, von Clowns, die Leben in Altersheime bringen oder zum Thema Suizid. Von der Jury werden insgesamt Preisgelder in Höhe von 12.500 Euro ausgeben.

BNN-Reportage über Handysucht wird Sieger in der Kategorie Online

Die Jury war bei der Arbeit der BNN-Autorin von Julia Weidemann besonders vom „kreativen Herangehen und der umfassenden Darstellung“ beeindruckt. Weidemann erstellte eine umfassende Multimedia-Reportage und nutzte dafür auch Audio- und Videoelemente. „Mit einer Vielfalt an optischen und akustischen Möglichkeiten nähert sich die Autorin dem Thema Handysucht“, lobte die Jury die Arbeit. Drei Monate lang recherchierte die BNN-Journalistin für die Reportage, die gleichzeitig auch ihre Abschlussarbeit ist. Weidemann studierte erfolgreich „Kultur-Media-Technologie“. Das ist ein Studiengang der in Kooperation der Hochschule für Technik und Wirtschaft und der Hochschule für Musik angeboten wird.

Mit der Reportage will die BNN-Autorin aufklären und die Menschen dazu verleiten das eigene Konsumverhalten in Bezug auf das Handy zu reflektieren. Ohne dabei wertend sein zu wollen. Neben einem Selbstversuch, Recherchen und Gesprächen mit Betroffenen und Experten vor Ort, gibt die 34-Jährige auch Tipps zum Digital Detox, also wie Menschen auf Smartphones im Alltag verzichten können. Und, wie sich das auf den Alltag auswirkt.

Mehr zum Thema: Hier geht es zur Sieger-Reportage von Julia Weidemann

Auch in den Kategorien Fernsehen, Hörfunk und Print vergab die Jury mehrere Preise. Für den WDR-Beitrag „Männlich – weiblich – oder was? Leben mit dem dritten Geschlecht“ gewannen Franziska Ehrenfeld, Insa Rauscher, und Hannah Reineke. Das Trio gab einen „ungeschönten Einblick in ein bis heute tabuisiertes Thema“. Durch den respektvollen Umgang wurde Verständnis geschaffen.

Hörfunkbeiträge über Migration und Clowns

Mit „Feinfühlig und lustig – Clowns bringen Lebensfreude ins Pflegeheim“ holte sich Tina Löschner, vom SWR-Studio in Friedrichshafen den Preis in der Kategorie „Hörfunk kurz“. Der lebendige und gut gestaltete Beitrag habe eine hohe journalistische Qualität, wie die Jury mitteilte.

Für den Hörfunkbeitrag „Frau Toni, mir geht es gut“ wurde Philipp Lemmerich (Deutschlandfunk Kultur) prämiert. Lemmerich erzählt darin aus mehreren Perspektiven die Migrations-Geschichte eines jungen Algeriers, der vor 17 Jahren in Baden-Württemberg Asyl beantragt hatte und abgeschoben wurde.

Geschichte über Tabu-Thema Suizid erhält Print-Preis

Auch die Kategorie Print wurde prämiert. Lisa Böttinger, Stefan Hupka und Patrik Müller (alle Badische Zeitung) setzten sich in der Geschichte „Aus dem Nebel“ mit dem schwierigen Thema Suizid auseinander. Das Trio nahm die Häufung von Suiziden an einer bestimmten Bahnstrecke zum Anlass, um „sensibel und informativ die Not von Menschen aufzugreifen und Möglichkeiten zur Hilfe zu benennen.“ Unter anderem kommen Mediziner, Einsatzkräfte und Angehörige zu Wort.

Der Diakonie Journalistenpreis Baden-Württemberg wird am 21. November 2019 in Stuttgart verliehen. Vergeben wird der Preis von einer Jury aus Journalisten, Medienwissenschaftlern und Vertretern der Diakonie. Zu dem Mitgliedern zählt auch Rainer Haendle, stellvertretender Chefredakteur der BNN.

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