Die Karlsruher Konditoren Miriam Kungl und Sven Ludwig kämpfen am Sonntag bei SAT.1 um den „goldenen Cupcake“.
Die Karlsruher Konditoren Miriam Kungl und Sven Ludwig kämpfen am Sonntag bei SAT.1 um den „goldenen Cupcake“. | Foto: Paul Gärtner

Mit Liebe und Leidenschaft

Karlsruher Konditoren treten bei TV-Show „Das große Backen – die Profis“ an

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Nach den Promis und Hobbybäckern sind nun erstmals die Profis bei „Das große Backen“ an der Reihe. Bei der SAT.1-Show (Sonntag, 17.40 Uhr) messen sich auch die Karlsruher Konditoren Sven Ludwig und Miriam Kungl mit fünf Back-Teams.

Das Paar führt seit sechs Jahren gemeinsam die Konditorei Ludwig in der Südlichen Waldstraße, die mehrfach von der Fachzeitschrift „Feinschmecker“ ausgezeichnet wurde. Für die TV-Sendung hatten sie sich sofort beworben.

Etwas Kameraerfahrung hat Ludwig bereits. Bei „Deutschlands bester Weihnachtsbäcker“ im ZDF schnupperte er erste Fernseh-Luft. „Nach sechs Jahren in unserer Pâtisserie haben wir jetzt ein größeres Team und können auch einmal solche Dinge machen“, erklärt er im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten. Dennoch sei die Backstube für ihn und seine Partnerin das Wichtigste.

Es war ein tolles Erlebnis und eine spannende Erfahrung

Da die zwei Karlsruher Kandidaten nicht wussten, welche Aufgabe sie bei der Show erwarten, haben sie zur Vorbereitung all ihre besten Rezepte zusammengesucht. Die eigentliche Back-Aufgabe folgte dann erst bei der Show selbst. „Es war ein tolles Erlebnis und eine spannende Erfahrung“, sagt Ludwig. Im Gegensatz zu anderen Kochshows ginge es bei diesem Format noch um die Sache selbst. „Wir haben mit Liebe gebacken“, so der Konditor, der die Produktion als sehr harmonisch empfunden hat.

 

Die beiden sind nun gespannt, wie die Show im Fernsehen wirken wird. Die Leckereien aus der Sendung gibt es dann in der Folgewoche auch in ihrem Café zu kaufen.

Und wie war es Moderatorin Enie van de Meiklokjes kennenzulernen? Sie sei sehr nett gewesen, erinnert sich Ludwig an die Aufzeichnung in Berlin und ergänzt: „Man merkt richtig, dass sie Süßes mag.“

Schaustück als besondere Herausforderung

Eine Herausforderung sticht besonders heraus: „Wir haben ein Schaustück aus Zucker und Schokolade kreiert, das komplett essbar sein musste.“

Was Titel angeht, muss sich der 35-Jährige nicht verstecken: Im Jahr 2011 war er Deutscher Konditorenmeister, zuvor schon bester Lehrling in Baden-Württemberg. Sein Handwerk hat er im Café Becker in Ellmendingen gelernt, das es heute jedoch nicht mehr gibt.

Bei der Arbeit verliebt

Seine 29-jährige Partnerin, die gebürtig aus Heilbronn stammt, teilt seine Leidenschaft. Kennengelernt hat sich das Bäcker-Duo in Köln. Damals arbeiteten beide bei der Konditorei „Törtchen Törtchen“. Zeit für Hobbys bleibt ihnen aber kaum: Nur am Montag, dem einzigen freien Tag in der Woche, gehen sie gerne essen, wandern oder fahren Rad.

Party für das Team

Sollte es mit dem Gewinn des „goldenen Cupcake“, so heißt der Preis, und den 10 000 Euro klappen, schmeißen die zwei Backkünstler zuerst eine große Party für ihr Team, das sie während ihrer Abwesenheit super vertreten habe. „Der Rest wird angelegt oder investiert“, sagt Ludwig.

Und so läuft der Backwettstreit ab: Jede Woche fordert die Jury um Bettina Schliephake-Burchardt, die Tortendekorateurin, und Christian Hümbs, dem mehrfachen „Pâtissier des Jahres“, die Teams in zwei Challenges heraus. Jeweils ein Team muss gehen. Wie lange die Karlsruher dabei sind, dürfen sie nicht verraten. Schauen werden sie die erste Folge am Sonntag gemeinsam mit Familie und Freunden.

Kollegiales Miteinander

Ihr persönliches Fazit lautet schon jetzt: „Die Teilnahme an der Show war ein ganz besonderes Erlebnis.“ Das Miteinander sei sehr kollegial gewesen, obwohl alle Konkurrenten waren. „Wir saßen dennoch im gleichen Boot“, erklärt Ludwig.