Nach dem Tötungsdelikt im Karlsruher Stadtteil Oberreut hat das SEK den 53-jährigen Verdächtigen am Montagnachmittag in einem Anwesen in Linkenheim-Hochstetten verhaftet. | Foto: Riedel

Einsatz in Linkenheim

Nach Mord in Karlsruhe-Oberreut: SEK verhaftet Verdächtigen

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Nach dem Tötungsdelikt im Karlsruher Stadtteil Oberreut hat das SEK den 53-jährigen Verdächtigen am Montagnachmittag in einem Anwesen in Linkenheim-Hochstetten verhaftet. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Karlsruhe jetzt in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Der 53-Jährige soll in der Nacht auf Sonntag einen 39 Jahre alten Mann in der Tanzbar „Foxy Club“ erschossen haben (bnn.de berichtete).

Die Fahndung nach ihm wurde nach offiziellen Angaben mit Hochdruck betrieben. Mehrere bekannte Kontaktadressen des Flüchtigen seien noch am Sonntag überprüft worden. Schließlich sei der 53-Jährige in Linkenheim-Hochstetten lokalisiert worden.

Verdächtiger wollte flüchten

Da laut Mitteilung nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Tatverdächtige eine Schusswaffe bei sich hat, wurde das Spezialeinsatzkommando Baden-Württemberg hinzugezogen. Der Beschuldigte sei gegen 15 Uhr widerstandslos festgenommen worden, als er versuchte, aus dem Haus zu flüchten.

Der 53-Jährige soll noch am Montagnachmittag zur Eröffnung des Haftbefehls, der bereits am Sonntag gegen ihn erwirkt worden war, dem zuständigen Haftrichter vorgeführt werden. Die Spurensicherung am Tatort in Oberreut geht währenddessen nach offiziellen Angaben weiter.

Verdächtiger und Opfer sollen häufiger Streit miteinander gehabt haben

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen waren das Opfer und der Tatverdächtige zunächst gemeinsam in der Bar. Kurz vor dem Verbrechen soll der 53-Jährige den „Foxy Club“ verlassen haben und gegen 3.30 Uhr zurückgekehrt sein.

Dann schoss er nach offiziellen Angaben auf den 39 Jahre alten Mann und flüchtete vom Tatort. Das Opfer wurde reanimiert, starb jedoch an seinen Schussverletzungen.

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei richteten noch in der Tatnacht die achtköpfige Ermittlungsgruppe „Oberreut“ ein. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der 53-Jährige und das Opfer kannten und dem Verbrechen ein länger andauernder Konflikt vorausging.

Es besteht der Verdacht, dass es in der Vergangenheit wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Männern gekommen war.

Juristische Bewertung der Tat steht noch aus

Die juristische Bewertung des Verbrechens in Oberreut steht derzeit noch aus, jedoch erfüllt die Tat nach jetzigem Ermittlungsstand mehrere Merkmale eines Mordes – wie etwa Heimtücke und Vorsatz.