Fans warten nach einem KSC-Spiel darauf, dass die Polizei den Ausgang frei gibt. | Foto: Schäfer

Baustelle kein Problem

Polizei ist auf Südwest-Gipfel vorbereitet

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Lutz Schönthal, Einsatzleiter der Karlsruher Polizei, bleibt im Bild: „Mit voller Mannschaftsstärke“ werde die Polizei den nur noch drittklassig ausgetragenen Südwest-Gipfel angehen, und sie könne dabei auf eine „sehr gute Truppe“ mit Erfahrung zurückgreifen. „Mehrere Hundertschaften“ an Sicherheitskräften aus Karlsruhe und solche von der Bereitschaftspolizei in Mainz werden sich am Samstag um den friedlichen Ablauf der Hochsicherheitspartie bemühen.

Die Baustellensituation im Stadion stelle laut Schönthal kein Problem dar. Im Umfeld des torlosen Hinspiels am 25. August 2018 auf dem Betzenberg war es löblich ruhig geblieben. Ein gewaltfreies Wiedersehen garantiert dies jedoch nicht.

Treffen die Teams des KSC und des 1. FC Kaiserslautern aufeinander, bringt das deren Anhang in Wallung und bei An- wie Abreise der Besucherströme ein erhöhtes Konfliktpotenzial mit sich. Die Vereine und die Sicherheitskräfte setzen wie gehabt auf Prävention und Kommunikation.

Polizei will konsequent einschreiten

In einem Fanbrief appellierten KSC und Polizei an allseitige Vernunft und unterstrichen ihre kompromisslose Haltung: „Randalierern und Straftätern werden wir kein Forum zugestehen. Bei Straftaten, beispielsweise in Form von körperlichen Übergriffen oder Sachbeschädigungen, wird die Polizei konsequent einschreiten und gegen alle Beteiligten rechtliche Schritte einleiten“, heißt es in dem Schreiben.

 

 

Zum Anlass wiederkehrende Übung ist es, die Kapitäne der Teams zur Deeskalation einzuspannen. So werden David Pisot und Florian Dick in einem offenen Brief zitiert: „Unterstützt uns am Samstag und gebt für eure Farben auf friedlichem Weg alles. Alles andere brauchen wir nicht für ein gelungenes Fußballfest – und genau das wollen wir.“

Oberbürgermeister appelieren an Fans

Auch die beiden Oberbürgermeister aus Karlsruhe und Kaiserslautern, Frank Mentrup und Klaus Weichel,  appellieren gemeinsam an beide Lager. Die Fans sollen ihre Mannschaften aus vollem Herzen unterstützen, aber auf derbe Schmähungen, Provokationen und jegliche Form von Gewalt verzichten.

(mit bnn)

An- und Abreise
Wegen der vertrackten Baustellensituation in Karlsruhe empfiehlt die Polizei Besuchern die frühzeitige Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für KSC-Fans ist der Birkenparkplatz gegenüber des Stadionhaupteingangs über den Adenauerring aus westlicher Richtung anzufahren.
Der Adenauerring auf Höhe des Stadions ist bereits ab 12 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Polizei rät allen Fans des KSC, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen sind, nach Spielende über den Schlossgarten die Straßenbahnhaltestellen Marktplatz oder Kronenplatz zu nutzen oder das Stadion über den Ausgang „Fasanengarten“ zu verlassen. Weitere Informationen werden auch über Facebook- und Twitter-Accounts des Polizeipräsidiums Karlsruhe (#KSCFCK) veröffentlicht.