Tatort einer Gewalttat: der Foxy Cub im Karlsruher Stadtteil Oberreut. | Foto: Riedel

Tat im Januar dieses Jahres

Prozessauftakt nach Mord in Karlsruhe-Oberreut

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Wegen Mordes muss sich ab dem heutigen Montag, 14. Oktober, ein 54-Jähriger Angeklagter vor dem Landgericht Karlsruhe verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, am 20. Januar 2019 in einer Bar im Karlsruher Stadtteil Oberreut einen 39 Jahre alten Mann erschossen zu haben.

Am Tag danach wurde der 54-Jährige in  Linkenheim-Hochstetten, wo er sich in einem Haus versteckt hatte, durch ein Sondereinsatzkommando der Polizei festgenommen.

Beschuldigter äußerte sich nicht

Der Prozess startete mit hohen Sicherheitsvorkehrungen, wurde allerdings bereits nach einer dreiviertel Stunde vertagt. Denn der Anklagte wollte, wie seine Verteidiger mitteilten, weder Ausführungen zur Person machen, noch Einlassungen zum Tatvorwurf. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird es keine Einlassung geben, aber zu einem späteren Zeitpunkt,“ so Rechtsanwalt Tomislav Duzel. Neben einem Pflichtverteidiger hat der Angeklagte drei weitere Wahlverteidiger. Der Prozess wird am 30. Oktober um 13.30 Uhr im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Karlsruhe fortgesetzt. Insgesamt sind vier weitere Verhandlungstermine angesetzt. An diesem Tag werden die ersten Zeugen erwartet.

Opfer starb an Schussverletzungen

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen waren das Opfer und der Tatverdächtige zunächst gemeinsam in der Bar in Oberreut. Kurz vor dem Verbrechen soll der 53-Jährige das Lokal „Foxy Club“ verlassen haben und gegen 3.30 Uhr zurückgekehrt sein. Dann schoss er auf den 39 Jahre alten Mann und flüchtete vom Tatort. Das Opfer wurde reanimiert, starb jedoch an seinen Schussverletzungen.

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